Hude - Laufen, werfen, springen: Die Schüler der Grundschule Süd können seit Beginn des Schuljahres in ihrer Einrichtung an Angeboten des TV Hude teilnehmen. „Lesen und Schreiben ist wichtig, das ist auch unser Bildungsauftrag, aber Sport ist ebenso wichtig“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Marlene Holst, „viele Kinder sitzen oft vor dem Fernseher oder Computer und haben motorische Schwierigkeiten.“ Deshalb freute sie sich sehr, als der TV Hude eine Kooperation vorschlug. Somit haben alle Schüler die Möglichkeit, sich zusätzlich zu den zwei Schulsportstunden pro Woche zu bewegen.

Viermal pro Woche ist der TV Hude in der Turnhalle der Schule zu Gast: Dienstags steht für die Erstklässler im Rahmen des freiwilligen unterrichtsergänzenden Angebotes Bewegungsförderung auf dem Stundenplan. Marc Ötjen, Bundesfreiwilliger des TV Hude, betreut die Kinder in der sechsten Stunde. Der 20-Jährige zeigt den Schülern überwiegend Ballspiele, um ihre koordinativen Fähigkeiten zu fördern. „Das ist eine gute Mischung aus Spaß und Bewegungsförderung“, erklärt der Sportwissenschaftler Felix Lingenau vom TV Hude, der Ötjen in den ersten Wochen in seine Aufgabe einarbeitete. Die Wahrnehmung der Kinder werde gestärkt und die Schüler lernen, ihre Bewegungen zu planen und zu koordinieren.

Am Mittwoch können sich dann die Zweitklässler in der sechsten Stunde mit Ötjen austoben. Hier bietet er ebenfalls bewegungsfördernde Ballspiele an. Außerdem gibt es an diesem Vormittag eine Ballsport-AG für die Dritt- und Viertklässler. Am Donnerstagnachmittag sind dann ebenfalls die dritten und vierten Klassen mit dem Angebot unter dem Titel „Laufen, Werfen, Springen“ an der Reihe.

Das Angebot des TV Hude wird begeistert angenommen: 19 von insgesamt 32 Erstklässlern nehmen an der freiwilligen Sportstunde am Dienstag teil. In den zweiten Klassen machen fast alle Schüler mit, berichtet Holst. Die Ballsport-AG sei eine der begehrtesten Arbeitsgemeinschaften.

Der TV Hude hatte bei der vorletzten Jahreshauptversammlung in seine Satzung aufgenommen, Leibeserziehung nicht nur für Mitglieder anzubieten, sondern auch für Kindergärten und Schulen, berichtet Lingenau. Der Verein merke, dass immer weniger Kinder am Sportangebot teilnehmen, da sie aufgrund von Ganztagsunterricht wenig Zeit haben. „Wenn wir in die Kindergärten und Schulen kommen, können wir an den Kindern dran bleiben“, so Lingenau. Der Verein hoffe, so die Kinder zu animieren, ein Leben lang Sport zu treiben.