Brake - Kaum war das Treffen eröffnet, liebäugelten auch schon einige Teilnehmer mit den ausgestellten Büchern. „Kann man die heute schon ausleihen“, wollte ein Frau wissen. Gabriele Arndt, Leiterin der Georg-von-der-Vring-Bibliothek, bestätigte dies. „Die Ausleihe beginnt sofort. Besonders ist, dass für die Bücher und Musik-CDs der Sprachförderung kein Leihausweis der Bibliothek nötig ist. Die Ausleihe der Medien ist kostenlos.“

Dieser Service richtet sich besonders an Kitas, die schon früh Wert auf Sprachbildung und Sprachförderung legen, an Schulen und an interessierte Eltern. In dem Ständer mit der Aufschrift Sprachförderung gibt es eine Auswahl an Büchern renommierter Autoren, aber auch Musik der Gebrüder Jehn. Die Brüder konzentrieren sich auf Rhythmik und Sprache.

Nach Rodenkirchen ist Brake nun der zweite Standort mit Fachliteratur, folgen sollen noch Elsfleth und Lemwerder. „Wir sind den Büchereien sehr dankbar, dass sie uns mit diesem Service unterstützen“, sagt Regina Hartmann von der Koordinierungsstelle Sprachbildung und Sprachförderung.

Die Koordinationsstelle besteht aus vier Frauen: Martina Geberzahn, Regina Hartmann, Susanne Kunz und Margret Schnars. Sie bieten die Planung, Begleitung, Gestaltung und Evaluation gewünschter Fortbildungen und Teamschulungen an. Außerdem entwickeln sie Konzepte für die Zusammenarbeit mit Eltern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mitgestaltung eines dauerhaften, regionalen Konzepts für die Sprachbildung und Sprachförderung. Für dieses Vorhaben stehen der Koordinierungsstelle in den nächsten zwei Jahren finanzielle Mittel in Höhe von 60 000 Euro zur Verfügung.

Jedes Projekt in den öffentlichen Büchereien erhält 1000 Euro,davon können Materialien für die Ausleihe eingekauft werden. „Wir sind die Ansprechpartner für die Einrichtungen“, sagt Margret Schnars. Dies gelte vor allem dann, wenn Referate, Workshops und Seminare zu finanzieren seien, die sich mit Sprachbildung und -förderung auseinandersetzen.

Ein solcher Workshop findet nach Pfingsten statt. Rund 15 Interessierte fahren nach Aurich und nehmen dort an einem Workshop zum europäischen Sprachportfolio teil. „Auch fremde Sprachen sind als Ressourcen wichtig“, unterstreicht Margret Schnars.

Zuschüsse für Fortbildungen können bei der Stelle beantragt werden.