Neerstedt - „Solange Inklusion noch nicht umgesetzt ist, sollten wir nicht wahllos an Fördereinrichtungen sparen, die funktionieren“, erklärte CDU-Kreispolitiker Herwig Wöbse im Rahmen der Besichtigung der Sprachheilschule Neerstedt am Dienstagmorgen. Er sprach damit auf geplante Einsparungen und drohende Schließungen bei sieben Förderschulen im Landkreis Oldenburg an. Eine davon ist die Sprachheilschule in Neerstedt.

Um sich ein Bild von der Arbeitsweise zu machen, besuchten die CDU-Kreispolitiker Astrid Grotelüschen, Herwig Wöbse und Horst Siemers daher die Sprachheilschule, hospitierten beim Unterricht und informierten sich über die Arbeitsweise der Pädagogen. „Das, was wir gesehen haben, hat uns positiv beeindruckt“, erklärte Astrid Grotelüschen. Einen bleibenden Eindruck habe vor allem das ruhige Arbeitsumfeld in den Klassen und die „spürbare Lust“ am Lernen hinterlassen. „Die Schüler sind motiviert und wirklich bei der Sache“, erklärte Grotelüschen.

Zu der Besichtigung kamen auch zwei Elternvertreter. Sie berichteten über die Erfahrungen ihrer Kinder an der Sprachheilschule. „Wir finden es gut, nicht nur die Meinung der Pädagogen, sondern auch die der Eltern zu hören“, erklärte Horst Siemers.

„Wir sollten nicht blind handeln und Förderschulen schließen, sondern auf den Willen der Eltern und Schüler hören. Nach ihnen richten sich schließlich Angebot und Nachfrage und sie sind es, die unter Schließungen zu leiden haben“, bekräftigte Wöbse.