Eversten - Über einen Preis von 1000 Euro können sich die Initiatoren des Projekts „Sprachferien“ freuen. Dieses ist eine Zusammenarbeit der Grundschule Haarentor und des Vereins für Kinder. Der Preis ist am Montag in der Jugendfreizeitstätte Villa am Wieselweg überreicht worden.

Von diesem Projekt können die 16 Schüler der Sprachlernklasse in der GS Haarentor und die Kinder des Horts der Schule profitieren.

In der Sprachlernklasse lernen Kinder, insbesondere Flüchtlingskinder aus dem Nahen Osten, die kaum Kenntnisse des Deutschen haben, die Sprache sehr intensiv, nehmen aber am Unterricht in Fächern teil, in denen es auf Deutsch nicht ankommt.

In den Sprachferien sollen die zwischen sechs und elf Jahre alten Jungen und Mädchen ihr Deutsch erweitern. „Gleichzeitig können die Kinder gegenseitige Vorurteile abbauen“, erläutert Ronja Liebscher vom Vorstand des Vereins für Kinder.

In den Räumen der Jugendfreizeitstätte Villa am Wieselweg sollen die Kinder ein Stück mit Musik und Tanz unter der Leitung von Daniel Jüdes von der Universität einstudieren, bei dem sie die gegenseitigen kulturellen Unterschiede herausarbeiten.

„Der spielerische Umgang mit der Sprache bei so einer Arbeit ermöglicht ein schnelles Lernen“, erklärt Bettina Braunseis. Die Lehrerin unterrichtet die Sprachlernklasse an der GS Haarentor seit ihrer Gründung im Februar 2012.

Zusammengefunden hatten sich Schule und Verein auf dem Kontaktpunkt Kultur im Oktober vergangenen Jahres. Für das beste Projekt war ein Preis aufgerufen worden. Eine Jury bestehend aus Ulrike Heinrichs vom Präventionsrat (PRO), Kulturamtsleiterin Christiane Cordes und der Malerin Regina Rüsen wählte das Projekt Sprachferien wegen seines integrierenden Charakters als das beste aus.

Lobend erwähnt und mit 500 Euro dotiert wurde das Sprachcafé, eine Kooperation der IGS Kreyenbrück mit der Academy of English. Dabei gehen die Mitarbeiter der Sprachschule in die Grundschule und erzählen den Kindern über die Kultur ihrer jeweiligen Herkunftsländer – auf Englisch. Anschließend sind die Schüler an der Reihe. So sollen sie die Scheu vor der Sprache verlieren.