Friesoythe/Altenoythe - Auch in diesem Jahr haben die Zehntklässler des Albertus-Magnus-Gymnasium wieder ein zweiwöchiges Schulpraktikum absolviert. Unter anderem erhielten sie Einblicke in Kindergärten, das Krankenhaus, die Tierärztliche Gemeinschaftspraxis und die Polizeistation.

Im Heilpädagogischen Kindergarten „Ich bin Ich“ spielten Sarah Meerjans (16, Markhausen), Louisa Siemer (15, Markhausen), Louisa Schnieders (16, Garrel) und Sina Hodes (16, Neuvrees) mit den Kindern, begleiteten sie zu den Therapien oder halfen ihnen beim Zähneputzen.

Die Gruppen bestünden aus sechs bis acht Kindern und würden ab einem Alter von drei Jahren bis zu ihrer Einschulung in dem Kindergarten blieben, berichteten die Praktikantinnen. Es gefalle ihnen dort sehr gut, waren die Schüler sich einig. Nach ihrem Abitur könne sie sich auch ein Freiwilliges Soziales Jahr dort vorstellen, sagte Louisa Schnieders.

Im Kindergarten „Grüner Hof“ hat Sandra Plate (16, Friesoythe) ihr Praktikum absolviert. Am Anfang seien die Kinder noch zurückhaltend gewesen, sagte Sandra Plate, doch sie sei schnell akzeptiert worden. Die junge Friesoytherin bastelte, spielte und turnte zusammen mit den Kindern. „Ich bin früher selbst in dem Kindergarten gewesen“, sagte sie. Das habe ihr den Ansporn gegeben, auch einmal die „andere Seite“ kennenzulernen, sagte die 16-Jährige, der das Praktikum sehr gut gefallen habe.

Im St. Marienhospital Friesoythe waren gleich fünf Praktikanten stationiert. Marc Frohne-Brinkmann (16, Frie-soythe), Anna Gründing (16, Friesoythe), Jessica Schwantje (16, Friesoythe), Rike Neuenstein (16, Friesoythe) und Anna Wassiljew (16, Peheim) waren gut eingebunden. Sie hätten beim Waschen der Patienten geholfen sowie Fieber und Puls gemessen, berichteten die Praktikanten. Auch bei einer Magen- und einer Darmspiegelung hätten sie zugeschaut.

Nur die Arbeit der Krankenschwestern und Krankenpfleger hätten sie zuvor anders eingeschätzt. „Ich habe mir diesen Praktikumsplatz ausgesucht, weil ich später etwas mit Medizin machen möchte“, sagte Anna Gründing.

In der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Friesoythe hatten Amelie Schwantje (16, Gehlenberg) und Julia Schulte (15, Altenoythe) einen geregelten Tagesrhythmus. Morgens seien die Betriebe mit kranken Tieren abgefahren worden, wo diese untersucht und behandelt wurden. Sie hätten aber nur zuschauen und nur selten Hand anlegen dürfen, erzählten die beiden.

Bei der Polizeistation in Friesoythe schaute Moritz Waldow (16, Altenoythe) den Polizisten über die Schulter. „Man weiß morgens nicht, was passiert“, sagte Moritz Waldow. Sein Betreuer, Polizeikommissar Christian Grupe, habe versucht, ihm so viel wie möglich zu zeigen. „Ich durfte beispielsweise mit auf Streife, einen Gefangenen zur JVA bringen, mit zum Gericht, die Spurensicherung an einem echten Tatort durchführen und bei einer Drogenfahndung mitmachen“, zählte der 16-Jährige auf.

Auch habe er einen Fall simulieren dürfen, damit er die schriftliche Arbeit kennenlernt. Er kam durch die Empfehlung eines Bekannten und seines Großvaters, der selbst Polizist war, auf dieses Praktikum. „Es hat mir außerordentlich gut gefallen“, so der Altenoyther.