Stadland - Auf den Tiefstand im vergangenen Jahr folgt jetzt ein großer Sprung nach vorn: Insgesamt 68 Erstklässler werden am Sonnabend, 5. August, eingeschult. Das ist eine Steigerung um gut 50 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr, als es nur 45 Erstklässler waren.
Allein die Grundschule Rodenkirchen meldet diesmal 48 Kinder, die eingeschult werden – 16 mehr als vor einem Jahr. Dennoch reicht es nicht für die erwartete Dreizügigkeit, dafür wären 53 Kinder erforderlich gewesen. Die Schulleiterin Elke Kuik-Janssen rechnet aber damit, dass die neue Klasse wegen einiger Zugänge spätestens im nächstens Schuljahr dreizügig sein wird. Insgesamt zählt die Schule 170 Schüler.
Raum ohne Möbel
Raumnot besteht schon jetzt, sagt Elke Kuik-Janssen. Als einziger Fachraum steht der Werkraum zur Verfügung, Förderunterricht kann nur in kleinen Gruppenräumen oder auf dem Flur stattfinden. Der Computerraum ist in den Ferien, wie geplant, leer geräumt worden. Aber er steht nach wie vor leer, denn die neuen Schulmöbel sind in den Ferien nicht angenommen worden, weil der Hausmeister nicht da war. Jetzt können die Möbel erst im September aufgestellt werden. Die Tablets, die die abgebauten Computer ersetzen sollen, sind schon in Stadland, aber die Lernprogramme sind noch nicht aufgespielt. Die Gemeinde ließ alle Klassen mit Beamern ausstatten.
Die Unterrichtsversorgung beträgt 90 Prozent, aber die 24 Fehlstunden können ausgeglichen werden. Eine neue Lehrerin kommt zum Schuljahresbeginn, sie wird in die Wesermarsch ziehen.
Die Einschulungsfeier beginnt am Sonnabend, 5. August, mit einigen Vorführungen in der Turnhalle. Um 10.30 Uhr schließt sich der Gottesdienst an.
In Seefeld beginnen die Feiern um 9 Uhr mit dem Gottesdienst, dann gehen sie in der Schule weiter, teilt der Schulleiter Ulrich von Döllen mit. Insgesamt 20 Schüler aus den Altgemeinden Schwei und Seefeld werden eingeschult, 7 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt besuchen 80 Kinder das Schulsystem Seefeld/Schwei: Die ersten beiden Klassen sind in Seefeld beheimatet, die Klassen 3 und 4 in Schwei. Zwei neue Lehrerinnen und eine Referendarin tragen dazu bei, dass die Unterrichtsversorgung exakt 100 Prozent beträgt.
16 Mal Förderbedarf
Auch die neuen Fünftklässler an der Oberschule Rodenkirchen haben etwas längere Ferien: Sie werden am Freitag, 4. August, um 9 Uhr von der Schulleitung und ihren Klassenlehrern empfangen. Jeder bekommt ein Willkommensgeschenk.
40 Fünftklässler wurden angemeldet, aber weil 16 von ihnen Förderbedarf haben, werden sie auf drei Klassen verteilt, teilt der Didaktische Leiter Henning Reimers mit. Die Unterrichtsversorgung ist für die 350 Oberschüler etwas besser geworden, sagt Reimers. Einen Nachfolger für den am 31. Juli pensionierten Rektor Jürgen Janssen gibt es noch nicht. Mindestens bis Ende Januar werden die stellvertretende Rektorin Margarete May und Henning Reimers die Schule leiten.
