STADLAND - Zusätzliche Arbeitsstunden für eine Sekretärin in Seefeld werden nicht bewilligt. Die Grundschulen Rodenkirchen und Schwei sollen vom Zeitbudget abgeben.

Von jens Joest

STADLAND - Die im Sommer anstehende Fusion der Realschule Rodenkirchen mit der benachbarten Martin-Niemöller-Hauptschule wird „keine großen Auswirkungen auf Schüler und Lehrer haben“. Das hat Realschulleiter Holger Briese am Mittwochabend in seinem Bericht zum Stand der Vorbereitungen im Schulausschuss des Stadlander Gemeinderates im Rodenkircher Rathaus gesagt.

Es werde unter einer gemeinsamen Schulleitung und Verwaltung einen Realschul- und einen Hauptschulzweig geben. Dort würden die Schüler von ihren bisherigen Lehrern und im gewohnten Curriculum weiter unterrichtet. Welchen Zweig ein Schüler besucht hat, werde im Zeugnis dokumentiert, sagte Briese.

Jürgen Janssen, kommissarischer Leiter der Niemöller-Schule, betonte, ein Wechsel von Schülern etwa vom Real- in den Hauptschulzweig solle – auch mitten im Schuljahr – „unbürokratisch“ gehandhabt werden. Ausschuss-Chef Udo Zempel (SPD) stimmte zu. Ziel sei, die Chancengleichheit der Schüler zu fördern. Ein Zusammenschluss lediglich aus organisatorischen Gründen müsse laut Zempel „mit einem großen Fragezeichen“ versehen werden.

In Sachen Ganztagsbetreuung habe das Land der Schule 17,5 Lehrerstunden zugewiesen, berichtete Janssen. Möglicherweise wolle man diese Stunden aber „kapitalisieren“ und mit dem Geld Nachmittagsunterricht etwa von Vereinen zu kaufen.

Vor einer Zusammenlegung der Grundschulen Schwei und Seefeld angesichts sinkender Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren warnte Günter Busch (CDU). „In beiden Orten gehört die Grundschule ins Dorf“, sagte er.

Abgelehnt hat der Ausschuss einen Antrag, zusätzliche Arbeitsstunden zu bewilligen, damit an der Grundschule Seefeld eine Sekretärin anfangen kann. Stattdessen empfiehlt der Ausschuss, die drei Stunden für die Seefelder Stelle den anderen Grundschulen abzuziehen. Rodenkirchen soll zwei Stunden verlieren, Schwei eine. Damit bliebe es dabei, dass der Rat den drei Grundschulen insgesamt Mittel bewilligt, um 14 Arbeitsstunden für Sekretärinnen zu finanzieren.

Hausmeister für die Grundschulen in Schwei und Seefeld sollen nach dem Willen des Ausschusses auf 400-Euro-Basis gesucht werden, möglichst einer pro Ort.

Vertagt wurde die Entscheidung über einen Antrag der Grundschule Rodenkirchen, in jedem Klassenraum einen internetfähigen Video-Beamer zu installieren. Die Ausschussmitglieder erkannten zwar die gute Absicht hinter einer solchen Anschaffung. Allerdings riefen sie die Grundschulen auf, sich gemeinsam Gedanken zu machen, wie die Gemeinde alle drei Standorte ausrüsten könne.