STADTMITTE - Partner der Wallschüler ist eine Volksschule in Goa. Bei einer Schulbörse gab es viele Informationen dazu.
Von Swantje Sagcob
STADTMITTE - Freundschaften zählen zum Schulalltag, doch Schulpartnerschaften von Grundschulen sind schon eher die Ausnahme. Umso ungewöhnlicher ist die neue Partnerschaft der Grundschule Wallschule mit einer Volksschule in Goa (Indien).Mit einer offiziellen Präsentation auf der ersten Schulbörse wurde dieser noch junge Kontakt mit dem südasiatischen Staat jetzt den Wallschülern, den Eltern, dem Kollegium und Gästen vorgestellt. Mit Filmbeiträgen, Infotafeln, Hörspiel und dem frisch gebackenem indischen Fladenbrot „Chapati“ gab es unter Leitung von Ivonne Gruse, Fachlehrkraft der Indien-AG, erstmalig Gelegenheit, indisches Leben aus Sicht der Kinder ein Stück weit kennen zu lernen.
Es wurde aber auch deutlich, wo der Schwerpunkt dieser Schulpartnerschaft liegt: Neugier aber auch Toleranz gegenüber einer fremden Kultur zu wecken, erste Englischkenntnisse anzuwenden und soziales Engagement im globalen Sinne zu entdecken.
Schulverein und Schulelternrat hatten zu diesem Anlass zu einem Flohmarkt eingeladen. Der Erlös aus dem Standgeld und der Cafeteria in Höhe von 480,13 Euro geht als erste Spende in den Norden Goas, wo in Palye derzeit die Bhumika English School für Kinder im Grundschulalter bereits im Rohbau erstellt ist.
Das Spendengeld wird direkt über Rudolf Schwartz, der den Kontakt zwischen Oldenburg und Indien pflegt, übergeben. Das Geld wird voraussichtlich für den Anstrich der Klassenräume verwendet. Als Gastgeschenk wird Schwartz auch ein von den Wallschülern gedrehtes Video für die indischen Schulfreunde im Gepäck haben.
Der Oldenburger hatte auf Initiative des Schulvereinsvorsitzenden Gerold Heinen vor einem Jahr mit Elternvertretern den ersten Kontakt geknüpft. Auslöser war die Tsunami-Katastrophe. Das Bestreben, nicht nur aus aktuellem Anlass mit einer Spende armen Kindern helfen zu wollen, sondern mit einem langfristigen Projekt auch die soziale Kompetenz über den Tellerrand hinaus zu stärken, gab den Ausschlag für diese Schulpartnerschaft.
Für das Hilfsprojekt, das auch kontrovers in Elternschaft und Kollegium diskutiert worden war, gibt es bereits jetzt die nächste Spenden-Idee: Es soll ein Sponsorenlauf organisiert werden.
Verein verhilft Kindern und Jugendlichen zur Schulausbildung
Die Ausbildungshilfe
Indien e.V. will armen oder benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Goa zu einer (Schul-) Ausbildung verhelfen. Der gemeinnützige Oldenburger Verein, der im Jahr 1990 von Rudolf Schwartz gegründet wurde, arbeitet dazu mit der Indian Students Educational Aid Foundation (ISEAF) zusammen, einer ehrenamtlichen Organisation von ortsansässigen Bürgern. Fest eingesetzte Koordinatoren stimmen vor Ort die laufenden Programme ab und bringen Ideen für neue Entwicklungen ein.Mehr Infos unter
