Ganderkesee - Der Zuschussbedarf für den Ergebnishaushalt „regioVHS, Bildung und Kultur“ sinkt im kommenden Jahr um 34 000 Euro auf rund 629 800 Euro. Aufgrund der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt werde die Einrichtung aber einige Projekte nicht fortsetzen können, erklärte VHS-Direktor Rolf Schütze am Dienstag im Ausschuss für Bildung und Kultur.

Detlev Diepenbrock (SPD) bedankte sich bei der VHS für die „ausgezeichnete Kulturarbeit“. Die Einrichtung sei ein Standortfaktor „besonderer Güte“. Auch Fred Molde (SPD) und Dr. Volker Schulz-Berendt (Grüne) betonten den Bildungsauftrag. Es bleibe kaum finanzieller Spielraum.

Schütze wies darauf hin, dass viele Projekte auch deshalb nicht mehr durchgeführt werden könnten, weil diese bundesweit ausgeschrieben werden. Dabei kämen oft Anbieter zum Zuge, die geringere Personalkosten hätten. Die VHS als kommunale Einrichtung müsse dagegen nach TVöD zahlen, das gelte auch bei zeitlich befristeten Stellen. Zudem habe sich der Bedarf geändert. „Die Bürger sind sehr wählerisch“, sagte Schütze. Daher könne es sein, dass die eine oder andere Veranstaltung nicht die erhoffte Publikumsresonanz finde. Diesen Trend beobachteten die Volkshochschulen von Flensburg bis München.

Die Personalkosten der VHS belaufen sich auf 868 400 Euro; darin sind Dozentenhonorare in Höhe von 208 500 Euro enthalten. Dennoch liegen die Ausgaben um 83 100 Euro unter dem Vorjahreswert. Hintergrund ist, dass Aufwendungen für Altersteilzeitregelungen nun zentral verbucht werden.

Für Investitionen stehen 16 000 Euro bereit; zusätzlich sind 3000 Euro für die Erneuerung der Küchenzeile im Alten Rathaus eingeplant. Schütze zufolge ist die VHS bei Ersatzbeschaffungen und Software-Updates äußerst sparsam. In der Regel würden PC-Ersatzteile im Internet bestellt.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent