Die Entrüstung der Eltern ist verständlich, soll doch ein erfolgreiches Konzept zum Wohl der Kinder wegen einer festgelegten Norm geopfert werden.

Es geht dabei jedoch nicht nur um den Erhalt des Kooperationsmodells. Das, was seit vielen Jahren an der Hauptschule in Zusammenarbeit mit der Förderschule in Brake geleistet wird, ist wesentlich komplexer. Dass bislang mehr als 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ihren Hauptschulabschluss in Rodenkirchen geschafft haben, ist schon an sich äußerst bemerkenswert. Der gemeinsame Unterricht stärkt dazu noch die soziale Kompetenz aller Kinder und fördert das Bewusstsein für Toleranz und Wertschätzung auch gegenüber schwächeren Gliedern in unserer Gesellschaft.

Auch das ist eine bedeutende und leider viel zu selten gewürdigte Leistung aller Menschen, die an diesem Projekt mitwirken. Für ein Fortbestehen des Modells und gegen die bürokratische Normierung auf die Straße zu gehen, verdient daher jede Unterstützung.