Bösel - Zu einem Vortrag über den ambulanten Hospizdienst hatte der Ausschuss Ehe und Familie und andere Lebensformen von St. Cäcilia Bösel eingeladen. Als Referentinnen konnte Elisabeth Tegeler vom Pfarreirat Gerda Spieker und Marlies Steenken vom Hospizdienst Malteser Friesoythe begrüßen.
Der Hospizdienst Malteser Friesoythe wurde 2001 gegründet. „Wir begleiten sterbende und schwerkranke Menschen zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus“, so Gerda Spieker. Auch die Trauerarbeit ist ein wichtiges Aufgabengebiet. „Die Zeit des Sterbens ist Lebenszeit“, hoben Steenken und Spieker hervor. Man wolle respektvoll und auf Augenhöhe begleiten. Im letzten Jahr habe es 84 Begleitungen gegeben, in diesem Jahr sind es bereits 80.
Dafür stehen qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiter zur Verfügung. Sie nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Supervisionen teil. Vertraulichkeit und Verschwiegenheit seien selbstverständlich. In Deutschland gibt es zur Zeit mehr als 180 Hospize. 235 Palliativstationen gibt es in Krankenhäusern. Das Einsatzgebiet der Friesoyther Hospiz ist Friesoythe und die nähere Umgebung. 40 ehrenamtliche Mitarbeiter stehen dafür bereit, sieben von ihnen sind im Kinderhospizdienst tätig. Die Mitarbeiter müssen für ihre Tätigkeit einen Kursus absolvieren. Voraussetzung ist auch, dass sie sich mit ihrem eigenen Tod auseinander setzen. Sie müssen Zeit haben, Zuhören können und zuverlässig sein. Auch die Verschwiegenheit ist wichtig.
Im kommenden Jahr findet wieder ein Kursus für Ehrenamtliche statt. Interessenten können sich bei Gerda Spieker
Als Trauerbegleitung werden das Hospiz- und Angehörigencafé „Brücke der Hoffnung“, die Trauergruppe „Lebensbogen“ und der Trauerkreis „Emmaus“ für Kinder und Jugendliche angeboten.
