STOLLHAMM - Die eindeutige politische Willenserklärung, zwei Grundschulstandorte in Butjadingen zu erhalten, zumindest solange pro Einschulungsjahrgang zwei Klassen gebildet werden können, erwarten Stollhamms Bürger vom Butjadinger Gemeinderat. Dass der dafür auch die bisherigen Schuleinzugsgrenzen für die Grundschulen Burhave und Stollhamm aufheben muss, ist eine weitere Forderung an die Kommunalpolitiker.
Dies ist das Fazit der Informations-, Diskussions- und Protestveranstaltung, zu der sich rund 200 Bürger, vorwiegend aus Stollhamm, auf Einladung der Gemeinde am Donnerstagabend im überfüllten Saal der ehemaligen Gaststätte Huus ann Siel versammelt hatten.
Dass die Gemeindeverwaltung, aufgrund klarer Signale der Politik, so Bürgermeister Rolf Blumenberg, bereits zu Beginn der Veranstaltung ihre Beschlussempfehlung für die Einrichtung einer „ausklingenden Stollhammer Außenstelle“ einer neuen Grundschule Butjadingen (in Burhave) quasi zurückzog, freute die Stollhammer.
Dennoch erläuterte Joachim Wullf, in der Gemeindeverwaltung für die Schulen zuständig, die Faktensammlung, die zu der Beschlussempfehlung geführt hatte. Die gesunkenen Geburtenzahlen und deren Auswirkungen auf die Einschulung werden bei Beibehaltung der bisherigen Regelung eindeutig negative Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung sowie auf die Vertretungs- und Betreuungsstunden in der Grundschule Stollhamm habe, so Joachim Wulff.
Von Seiten der Versammlungsteilnehmer wurden insbesondere die Schuleinzugsgrenzen kritisiert, zumal ausschließlich Kinder aus der Altgemeinde Stollhamm in die Stollhammer Grundschule eingeschult werden, während alle anderen Butjadingen Kinder die Grundschule in Burhave besuchen.
Stollhamms Pastor Joachim Tönjes wies darauf hin, dass sich die Politik darüber im Klaren sei sollte, dass es nicht nur um Lehrer- und Unterrichtsstunden gehe. Die Schule in Stollhamm sei ein Lebensnerv für das Dorf. Deren Schließung würde Lücken in das Dorfleben reißen, die nicht wieder geschlossen werden könnten.
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