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Schulschließung Ausgangspunkt für ein aktives Dorfleben

Rolf Bultmann

STOLLHAMM - Die Schließung der Grundschule Stollhamm sei nicht der richtige Weg, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Gemeinde zu schmälern. Die Schule sei zudem nicht nur für die Bildung der Stollhammer Kinder zuständig, sondern vielmehr auch ein Ausgangspunkt vieler Aktivitäten des regen Dorflebens, gibt Heidi Rohde zu bedenken.

Die Vorsitzende des Fördervereins „Kinder unserer Stollhammer Schule“ ist enttäuscht über die Empfehlung der Gemeindeverwaltung, die beiden Butjadinger Grundschulen am Standort Burhave zusammenzulegen und in Stollhamm eine „ausklingende Außenstelle“ einzurichten (die

NWZ

  berichtete). Dazu hat die KuSS-Vorsitzende jetzt Stellung genommen.

Beschlossene Sache?

„Stollhamm soll zunächst eine Außenstelle der Grundschule Butjadingen bleiben. Aber machen wir uns doch nichts vor: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wirtschaftliche Gründe werden angeführt, die Schülerzahlen reichen nicht mehr aus“, vermutet Heidi Rohde eine baldige Schließung der Stollhammer Grundschule.

Für die Förderverein-Vorsitzende ist fraglich, ob sich die negativen Auswirkungen der Schulschließung immer nur mit zu hohen Kosten rechtfertigen lassen. Sei es nicht viel wichtiger, beispielsweise zu große Klassenverbände in der Grundschule Burhave zu vermeiden, in denen die Kinder eben nicht mehr individuell gefördert werden könnten. Dürfe ein schon durch Geschäftsschließungen und Leerstände arg gebeuteltes Dorfleben noch weiter beeinträchtigt werden, um Kosten zu sparen?

Heidi Rohde meldet Zweifel an, dass es durch die Schließung der Grundschule in Stollhamm zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Gemeinde Butjadingen kommt. Es müsste in die Berechnungen auch die Aufwendungen berücksichtigt, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Schule zu sehen seien.

Verlust an Lebensqualität

In diesem Zusammenhang fragt Heidi Rohde nach dem Wertverlust des Schulgebäudes, für das sie derzeit keine anderweitige Nutzung sieht, nach den zusätzlichen Kosten für den erweiterten Bustransfer, dem weiteren Verlust der Lebensqualität in Stollhamm und nach den entfallenden Erträgen aus der Vermarktung der offenen Bauplätzen im Baugebiet Langewisk. Ohne Grundschule im Ort würden sich Interessenten möglicherweise eher für eine andere Ortschaft entscheiden.

„Es sind somit nicht nur die Eltern der aktuellen Schülerschaft der Grundschule Stollhamm, die ein Interesse an einer eigenständigen Schule haben sollten, sondern alle Bewohner Stollhamms und auch Butjadingens. Ich hoffe, dass viele Einwohner Butjadingens am Donnerstag, 27. Mai, um 19 Uhr den Weg in den Saal des ehemaligen Huus an’n Siel finden, um das den Ratsmitgliedern zu zeigen“, so die KuSS-Vorsitzende.

Sie hofft, dass sich die Ratsmitglieder auch noch einmal Gedanken zu den nicht „in Heller und Pfennig“ nachzuweisenden Auswirkungen der Schulschließung machen, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen.

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