STREEKERMOOR - Wer hätte vor 25 Jahren gedacht, dass die Grundschule Streekermoor am 14. Oktober 2011 ihr 100. Gründungsjubiläum feiern wird?
Zahlreiche „Veteranen“ jener Zeit wie Gerold Deye schauten sich am Freitagnachmittag sehr nachdenklich die Ausstellung „100 Jahre Grundschule Streekermoor“ an, blätterten in der Chronik und studierten das „Streekermoorer Extrablatt“ mit dem Untertitel „Schulpolitik“, in dem zahlreiche Berichten aus derNWZ
die damals drohende Schulschließung dokumentierten.„Diesem Schicksal sind wir dank großer Elternproteste und einiger Kommunalpolitiker entronnen“, so Deye und freute sich mit vielen anderen über das heute großzügig ausgebaute Schulgebäude und den Trubel der Kinder mit ihren Eltern, den Lehrerinnen und vielen Freunden und Ehemaligen.
Nach dem offiziellen Teil am Morgen mit Ansprachen der Bürgermeisterin Elke Szepanski und Regierungsschuldirektor Klaus Kapell sowie Gedichten und Liedern der Kinder wurde am Nachmittag das Jubiläum mit einem großen Schulfest gefeiert.
Den Auftakt machen die Mädchen und Jungen, unterstützt von ihren Lehrerinnen, mit dem selbst verfassten Lied „Hurra, hurra, unsere Schule ist hundert Jahr“. An verschiedenen Mitmachstationen konnten längst vergessene Kinderspiele wie Murmeln oder Brummkreisel-schlagen probiert oder Handarbeiten wie Stricken oder Häkeln versucht werden.
Die Koch-AG pries leckere Häppchen und ihr selbst verfasstes Kochbuch an, Schulsekretärin Anne Schrader verkaufte T-Shirts mit dem brandaktuellen Emblem der 100-Jahr-Feier. Als Sprachlehrer stellte sich „Bruder“ Hans Schrader vor, vielen noch bekannt als langjähriger Sandkruger Postbote. Fotografin Sigrun Strangmann lichtete mit moderner Kamera die in historischen Kleidern erschienenen Mädchen und Jungen in der Kulisse der Schuleklasse der Gründerjahre ab. Die Streekermoorer Dorfgemeinschaft überraschte mit einem imposanten „Insektenhotel“, die SPD überreichte einen Birnbaum für den Schulgarten.
Neben zahlreichen ehemaligen Schülern ließen sich auch einige ehemalige Lehrerinnen und Lehrer nicht die Möglichkeit nehmen, ihrer einstigen Wirkungsstätte die Referenz zu erweisen. So freuten sich unter anderem Hertha Lohe und Heike Raderschatt über das Wiedersehen, und auch Schulleiter Walter Oltmann (1958 bis 1979) war gekommen.
Er verewigte sich mit der Widmung: „Ich kam vor 53 Jahren. Es sah alles ganz anders aus. Nur die alte Wandtafel war schon da!“.
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