STREEKERMOOR - Er habe es verdient, jetzt in den Ruhestand zu gehen. Mit diesen Worten überreichte der Regierungsschuldirektor der Landesschulbehörde Niedersachsen, Klaus Kapell, dem Schulleiter der Grundschule Streekermoor, Fritz Brose, im Kreise des Kollegiums, der Gemeindeverwaltung, des ev. Kindergartens und der Kirchhatter Kollegin Friederike von der Aa die Versetzungsurkunde in den Ruhestand.

Kapell führte die wichtigsten Stationen aus Broses Berufsleben an, von der Einstellung als Lehrer im Dezember 1969 an der Volksschule Großenkneten über die Leitung der Grundschule Streekermoor seit August 1991 bis hin zur Ernennung zum Rektor im Januar 1999.

Zahlreiche Kindergenerationen habe Brose unterrichtet, 16 Jahre allein in Streekermoor. Als Revolutionär sei Brose einst in den Schuldienst gekommen und mit besonderen Ansichten neue Wege gegangen. Insbesondere in der Integrationsarbeit von behinderten und nichtbehinderten Mädchen und Jungen im gemeinsamen Unterricht habe sich Brose verdient gemacht und Zeichen gesetzt, lobte Kapell den Schulleiter.

Schon an der Mittelschule Großenkneten, an der Brose 22 Jahre verbrachte, war es ihm wichtig, immer neue Herausforderungen zu finden. In Streekermoor war es sein größtes Anliegen, seine Vorstellungen von Schule umzusetzen. Seine erste größere Aktion war eine Projektwoche zum Thema Suchtprävention. Weiter führte Brose eine Partnerschaft mit einer Schule in Hatten/Elsaß ein sowie die Zusammenarbeit mit Gunda Köhrmann vom ev.-luth. Kindergarten Sandkrug, die eine Integrationsgruppe eingerichtet hatte und sich bemühte, eine Fortführung dieser Arbeit an einer Hatter Schule zu finden. Dies wurde 1996 realisiert. Die Streekermoorer Grundschule habe sich so zu einer der wenigen Schulen im Landkreis entwickelt, die kontinuierlich mit Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf arbeitet.

Brose dankte Volker Westerkamp von der Waldschule, der die integrative Arbeit an der Haupt- und Realschule fortführte. In Vertretung der Bürgermeisterin dankten Heike Kersting und Amtsleiterin Marianne Wentzel für die gute Zusammenarbeit.