Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Stress früh verhindern

Von Sven Mertinkat

Frage:

Herr Stürzekarn, wie haben Sie Ihre Schulzeit erlebt? Hatten Sie Stress?

Stürzekarn:

Ich habe in der Schule keinen Stress gehabt. Ich komme vom Dorf und war in einer kleinen Schule mit nur zwei Klassenräumen. In dem einen war die Grundschule, im anderen waren die Klassen fünf bis acht. Das Lernen fiel mir leicht, auch später, als ich über den zweiten Bildungsweg zum Studium kam. Auch das Klassenklima war angenehm.

Frage:

Als Schulleiter haben Sie heute einen anderen Blick auf die Klassen. Was hat sich verändert?

Stürzekarn:

Es ist sicher so, dass es mehr Stress gibt. Aber nicht nur in der Schule, sondern allgemein in der Gesellschaft. Die Anforderungen sind heutzutage sicherlich höher als zu meiner Zeit. Außerdem ist die Welt hektischer und schnelllebiger geworden.

Frage:

Welche Beobachtungen machen Sie an Ihrer Schule in Bookholzberg?

Stürzekarn:

Es gibt verschiedene Arten von Stress. Einmal den schulischen Stress, den Leistungsdruck, und dann natürlich auch Stress unter den Schülern oder aus dem privaten Bereich. Oft ist es auch so, dass Stress und Probleme aus dem privaten Bereich, die am Nachmittag oder Wochenende auftreten, mit in die Schule gebracht werden. Dann kann es auch zu Reibereien kommen.

Frage:

Wie reagieren Sie als Schule darauf?

Stürzekarn:

Wir versuchen natürlich, präventiv einzugreifen, indem wir das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler und ihr Selbstbewusstsein stärken. Passiert etwas, sind wir um Aufklärung bemüht. Die beteiligten Schüler werden angehört, und wir versuchen zu einer für alle Seiten guten Lösung zu kommen.

Frage:

Welche präventiven Maßnahmen gibt es?

Stürzekarn:

Wir halten Projekttage oder -wochen zu diesem Thema ab. Am 15. März ist ein Tag zum Thema Zivilcourage. Außerdem machen wir ab der fünften Klasse ein zweitägiges Klassen- und Sozialtraining mit den Schülern außerhalb der Schule.

Frage:

Haben Sie an der Hauptschule auch Sozialpädagogen?

Stürzekarn:

Ja, wir haben eine Sozialpädagogin und eine Beratungslehrerin.

Schüler sind immer mehr Stress ausgesetzt. Die NWZ sprach dazu mit Friedrich Stürzekarn, Rektor der Hauptschule Bookholzberg.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland
Auf dem früheren Real-Gelände in Norden soll ein Edeka-Markt entstehen. Dafür wird das frühere Real-Gebäude zum Teil abgerissen.

BEBAUUNGSPLAN IN ABSTIMMUNG Edeka-Neubau in Norden verzögert sich erneut um Monate

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg
Stehen bereits in den Startlöchern, von links: Ronald Siebel (Horizontalbohrung), Felix Baierlein (Genehmigung), Tobias Biener (Projektkommunikation), Frank Schwering (Genehmigung) und Jan-Henrik Kupfernagel (Horizontalbohrung).

HORIZONTALBOHRUNGEN IN DORNUMERSIEL BEGINNEN Dieses Großprojekt spielt entscheidende Rolle für die Energiewende im Nordwesten

Larissa Siebolds
Dornumersiel