Oldenburg - Für Jana Trepte ist klar, was eine gute Lehrerin auszeichnet: „Eine Begeisterung für ihren Beruf und ihr Fach, die beim Unterrichten klar rüberkommt, auch noch nach vielen Jahren.“ Die 23-jährige Kauffrau für Bürokommunikation, die am liebsten Englisch, Geografie und Japanisch unterrichten möchte, ist am Mittwoch eine von weit über hundert Teilnehmern des „Uni-Talks“ im Bibliothekssaal der Universität. Alle hier wollen wissen, wie man Lehrer wird – vorzugsweise wie man zum Lehramtsstudium an der Uni Oldenburg zugelassen wird, wie das Studium für die jeweilige Schulform aufgebaut ist, welche Fächerkombinationen nötig sind und wie die unterschiedlichen Bewerbungsfristen aussehen (grundsätzlich gilt der 15. Juli, aber es gibt einige Ausnahmen wie etwa Sport, Musik, Kunst). Oldenburg ist die Hochschule mit den meisten Lehramtsschulformen.

Expertin für alle Fragen dieser Art ist Margrit Ladenthin von der Zentralen Studienberatung. Sie kennt alle Hürden, ihre Hauptbotschaft ist aber eine andere: „Auf keinen Fall abschrecken lassen, auf jeden Fall bewerben!“ Oft gehe am Ende doch noch eine Tür auf (etwa übers Nachrückverfahren). Ein zweiter Appell: „Nicht etwas studieren, nur weil es gesucht wird, sondern das, was man kann und was man will.“ Nur wer sein Fach möge, könne es auch anderen gut vermitteln.

Grundsätzlich sind drei Jahre bis zum Bachelor und zwei weitere bis zum Master einzuplanen, plus Referendariat. Hinweise, welche Fächer gesuchter sind als andere, gibt sie schon: Französisch, Latein, Musik, Ev. Religion (Gymnasien), Kunst (Gymnasien), Technik (Haupt- und Realschule/Oberschule), Mathematik, Chemie, Physik und Informatik (Gymnasien) gehören dazu. Studienfächer, für die man eine bessere Abi-Note braucht (NC) sind unter anderem Bio, Germanistik, Politik/Wirtschaft, Interdisziplinäre Sachbildung, Sonderpädagogik, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Elementarmathematik und Mathematik. Ohne NC laufen zum Beispiel Chemie, Mathe (als Fachbachelor), Niederlandistik, Philosophie/Werte und Normen, Physik, Slavistik und (Wirtschafts-)Informatik. Die Verteilung der zulassungsbeschränkten Plätze führt für 37,5 Prozent über die beste Abi-Note, für weitere 37,5 Prozent über eine Kombination aus Abi-Note und Eignung, die je nach Fach bestimmte Einzelnoten umfasst. Ladenthin: „Das ist eine Riesen-Chance für alle, die insgesamt keine ,1’ vor dem Komma haben.“ Weitere 25 Prozent der Plätze werden über Wartezeit besetzt.

Mehr Infos zu allen Fragen gibt es beim Hochschul-Informationstag am 31. Mai.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg