Oldenburg - Sie waren bei der Johanniter Nachbarschaftshilfe, im Inforum, im Ambulanten Hospizdienst, in der Kindertagesstätte Jan Koopmann, im Seniorenzentrum Haarentor oder im Arbeitskreis Naturschutzgeschichte: 30 Studenten waren während ihres Studiums für je 40 Stunden in gemeinnützigen und sozialen Einrichtungen tätig.

Dafür haben die Studenten am Freitag im PFL ihre Leistungsnachweise, sogenannte Creditpoints, bekommen. Die Studenten nahmen am Lernmodul „Service Learning“ teil, das Professor Dr. Karsten Speck betreut. Ziel der Veranstaltung sei es, das bürgerschaftliche Engagement der Studenten zu fördern, so Speck.

Die geleistete Arbeit der Studenten gilt als Lehrveranstaltung, regelmäßig haben sich die Teilnehmer getroffen und ihre Erfahrungen ausgetauscht. Sie kommen aus verschiedenen Fachrichtungen: Die einen studieren Pädagogik, die anderen Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften.

Die städtische Agentur Ehrensache unterstützt die Studenten, indem sie Kontakt zu Einrichtungen vermittelt, in denen die jungen Leute helfen können. „In den Einrichtungen sind die Mitarbeiter mit den Studenten und den Ideen, die sie einbringen, sehr zufrieden“, erzählt Monika Engelmann-Bölts von der Agentur Ehrensache.

Der 28-jährige Pädagogik-Student Thomas Seifert hat bei einem Seniorentreff geholfen. „Das war ein Einblick in eine andere Lebenswelt und eine gute Erfahrung für mich“, erzählt er.

Die 19-jährige Merle Wähner studiert Pädagogik und war in einer Einrichtung tätig, in der Kinder und Jugendliche betreut werden, die das Jugendamt aus ihren Familien genommen hat. „Das war ein guter Praxisbezug zu meinem Studium“, sagt sie.

Die 21-jährige Regina Warmers studiert Wirtschaftswissenschaften und hat sich im Verein Zwergwerk engagiert, der den Kurzfilm fördert. Sie half bei einer Veranstaltung des Vereins: sie plante mit, saß an der Kasse und sorgte fürs Catering.