Oldenburg - Die Schließung der Cafta, einer „lehrerfreien Zone“ an der Graf-Anton-Günther-Schule, wird auch den Schulelternrat auf seiner nächsten Sitzung im Juni beschäftigen. Über das „Wie und Ob“ werde sicher diskutiert werden, so Vorsitzender Christian-Peter Hildemann zur NWZ.
Der Schulelternratssprecher betont, im gemeinsamen Interesse einer funktionierenden Schulgemeinschaft sei es wünschenswert, wenn sich Schüler und Schulleitung auf einen Kompromiss verständigen könnten. Den Luxus eines Aufenthaltsraums wie der Cafta leiste sich nicht jede Schule, auch sie sei wichtig für das Schulimage. „Ich halte es nicht für unmöglich, den Raum noch mal als Rückzugsraum der Oberstufe zu nutzen, wenn es nach der Aula-Sanierung keine objektiven Gründe für eine andere Nutzung gibt“, schildert Hildemann seine Position.
Aufgrund des NWZ-Artikels „Schüler streiken für ihre Cafta“ haben sich über Facebook bereits Ehemalige zu Wort gemeldet. Sie unterstützen alle die Position der aktuellen Schülergeneration. „Ein solcher Rückzugsort ist unabdingbar für die soziale Gemeinschaft im Oberstufenjahrgang!“ gibt Heike Lau zu bedenken, die 1998 Abitur am Landkreis-Gymnasium machte. Ihre Jahrgangskollegin Bianca Wefer fragt: „Wir haben den Raum gestaltet! Warum ist es so schwierig, der Oberstufe Ihren Rückzugsort zu lassen?!“
Auch jüngere Absolventen verbindet mit der Cafta viel. „Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und ich muss Ihnen sagen, dass die Cafta nicht einfach ein „Aufenthaltsraum“ ist, sondern eher ein zu Hause, fast schon ein Lebensgefühl. Ein GAG ohne Cafta ist für mich unvorstellbar!“ schreibt Pia Tvarusko.
