Hude - „Meine Tochter ist begeistert“, freut sich Stephanie Holtz. Für die Huderin steht fest: Ihre kleine Maja, die aktuell die vierte Klasse besucht, soll im kommenden Jahr an die Peter-Ustinov-Schule wechseln. Holtz selbst hat früher die Orientierungsstufe Hohelucht besucht. Das neue Oberschul-Konzept sagt ihr zu: „Für meine Tochter ist es das Richtige.“

In der Außenstelle Hohelucht fand am Donnerstagnachmittag ein Tag der offenen Tür statt. Während die angehenden Viertklässler und ihre Geschwister mit Begeisterung verschiedene naturwissenschaftliche Experimente im Chemieraum ausprobierten, sich in der Sporthalle austobten oder sich von den älteren Schülern schminken ließen, hatten die Eltern die Gelegenheit, mit Lehrern ins Gespräch zu kommen und sich über die Oberschule mit gymnasialem Zweig zu informieren.

„Wir wollen Berührungsängste sowohl bei den Schülern als auch bei den Eltern abbauen“, erklärt Konrektorin und Leiterin der Außenstelle Sandra Unger. Im vergangenen Jahr fand der Aktionstag zum ersten Mal statt und zeigte prompt Wirkung: Die Anmeldungsquote ist in diesem Jahr laut Rektor Nico Rettcher im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gestiegen. Die meisten Eltern interessiere, wie leicht es später sei, von einer Schulform in die andere zu wechseln, berichtet der didaktische Leiter der Schule, Armin Kirsch. An der Peter-Ustinov-Schule werden die Kinder in der fünften und sechsten Klasse gemeinsam unterrichtet. Nur in den Hauptfächern gibt es unterschiedliche Kurse. Erst ab der siebten Klasse erfolgt eine Aufteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium.

Die neunjährige Lucie weiß noch nicht genau, ob sie sich an der Peter-Ustinov-Schule anmelden möchte. „Es ist gar nicht so einfach, sich zu entscheiden“, erzählt Lucies Mutter, Andrea Rosinke. An der Hohelucht habe sie aber bisher nur Gutes gesehen. Trotzdem möchte sie sich auch die Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg anschauen – und zwar gemeinsam mit Lucie. Denn eines ist für die Mutter klar: Die Tochter hat ein großes Mitspracherecht.