THüLE - 14 Abc-Schützen sind in diesem Jahr an der Thüler Kirchstraße eingeschult worden. Das sind drei weniger als im Schuljahr 2004/2005.

Von Hans-Carl Bokelmann

THÜLE - 10.25 Uhr in der Grundschule Thüle: Die 14 Abc-Schützen sitzen im Kreis vor der Tafel. Auf dem Fußboden hat Klassenlehrerin Claudia van Koten gelbe Arbeitskarten ausgebreitet, die Punkte, Striche und Zahlen zeigen. Die 31-Jährige fordert die Kinder auf, die verschiedenen Karten zuzuordnen. Christian, Jonas, Fabian, Vanessa, Birgit und Michelle lösen die Aufgabe mit Bravour. Die Zahlenmengen von Eins bis Sechs ordnen sie fehlerfrei zu.

„Prima“, lobt van Koten und wechselt die Methode. Unter einem Pappkarton versteckt sie einige Papprollen. „Jetzt wollen wir mal sehen, ob ihr auch schon schnell zählen könnt?“ Für ein paar Sekunden lüftet sie den Pappkarton – und schon fliegen die Finger der sechs Mädchen und acht Jungen in die Höhe. „Ich hab’s genau gesehen, das sind vier Rollen“, ruft Sarah und fügt noch hinzu: „Das macht Spaß, können wir das noch einmal machen?“

Gesagt, getan, die Erstklässler sind mit Begeisterung bei der Sache und werden eine ihrer ersten Mathestunden wohl nicht so schnell vergessen. Bei der dritten Aufgabe im Stuhlkreis kommt es auf Fingerspitzengefühl an. „Fühl’ mal, wie viele Gegenstände sich in dem kleinen blauen Wäschebeutel befinden und behaltet die Zahl für euch“, sagt van Koten und lässt den Stoffbeutel kreisen. „Das sind vier Wäscheklammern aus Holz – und nicht fünf “, ruft Jonas, als er an die Reihe kommt.

Danach gehen die Thüler Erstklässler auf ihr Plätze und bearbeiten ein Arbeitsblatt, auf dem sie Musikinstrumente zählen, und die Zahl als Striche und Punkte in Arbeitskästchen eintragen dürfen.

„Die Zahlen Eins bis Sechs stehen in den ersten Mathestunden im Vordergrund. Die Kinder sollen das Zählen, das Zuordnen und das Bestimmen von Mengen lernen“, erläutert Claudia an Koten, die seit drei Jahren an der Grundschule in Thüle unterrichtet im Gespräch mit der NWZ . Und die Vorzüge der Schule mit insgesamt 52 Schülern bringt sie schnell auf den Punkt. „Es macht Spaß, in den kleinen Klassen zu arbeiten. Die Schule ist überschaubar und die Elternmitarbeit für die Schule ist außergewöhnlich gut.“