Elsfleth - Ein Fahrrad besitzen, in einem kuscheligen Bett zu schlafen, twittern mit dem Smartphone, abends ein bisschen fernsehen – dass ist für die Schüler der Elsflether Oberschule und viele andere Jugendliche die Normalität.

Wie aber leben Gleichaltrige und ihre Eltern im fernen Bangladesh? Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler der Oberschule Wurpstraße gemeinsam mit Susanne Janßen und Schulsozialarbeiterin Annika Sauermann in der jetzt durchgeführten Projektwoche nach. Besonders hilfreich war der Besuch der Gäste aus Bangladesh, Juliet Evers und Suvash Mistary. Die weitgereisten Besucher konnten vieles über das Alltagslegen und über die soziale Situation in Bangladesh erzählen. Wie und was man in Bangladesh kocht, wie ein Sari oder ein Lungi (Hüfttuch für Männer) gewickelt wird, lernten die Mädchen und Jungen im praktischen Teil ihres Projekts. Angedacht ist jetzt eine Schulpartnerschaft mit einer noch zu bauenden Schule im Dorf Ramdeberpar.

Die Vorstellung des Projektes „Schulpartnerschaft mit Bangladesh“ war in der Oberschule nur eine Facette von zahlreichen Projekten, in denen sich die Schülerinnen und Schüler aller Klassen eine Woche lang mit sozialen Themen auseinander setzten. Zu den Themen zählten beispielsweise ein Streitschlichterkurs, man packte einen „magischen kulturellen Koffer“, einige Schülerinnen und Schüler spürten dem Rassismus der Nazizeit in Elsfleth und Umgebung nach, und die „Tollkühnen Köche“ stellten in der Schulküche fest, dass „Essen verbindet“ – auch über Grenzen hinaus. „Für jeden ist gut anders“ hatte eine Projektgruppe ihr kleines Theaterstück genannt. Im „Grünen Salon“ der Oberschule gab es die Aufführung. von „Für jeden ist gut anders“. Sie zielte vor allem auf die Stärkung der Toleranz und auf das Streben, andere, die sich ausgegrenzt fühlen, in ihrer Art zu akzeptieren, anstatt sie zu mobben. Alle Projekte wurden auch in der von den Schülern erstellten umfangreichen Projektwochenzeitung vorgestellt.