Friedrich-August-Hütte - Mit einem großen Fest hat jetzt der städtische Kindergarten Friedrich-August-Hütte seinen 40. Geburtstag gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich Kinder und Erwachsene auf dem Gelände vergnügen.
Unter ihnen waren auch die zehnjährige Nadja Migdal und ihre elfjährige Freundin Alina König. Die beiden Mädchen freuten sich über das Angebot. „Am meisten Spaß macht die Schminkstation der Johanniter“, strahlten sie. „Die falschen Wunden sehen super aus und mit ihnen kann man andere erschrecken“, lachte Alina. Sie hatte aber auch ihren Spaß daran, den jungen Johanniter-Mitgliedern beim Verbinden der Kinder zu helfen. Auch der Mitmachzirkus und der Streichelzoo mit Kaninchen und Meerschweinchen von der Kinder- und Jugendfarm begeisterte die Mädchen.
Hüpfburg und Airbrush
Es gab viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben: Die Kinder konnten sich auf der Hüpfburg des Technischen Hilfswerks austoben, sie konnten Schätze suchen, Basteleien kaufen, Salz färben und sich Airbrush-Tattoos verpassen lassen. Ein Surftrainer brachte den Kindern erste Handgriffe bei. Besonders beliebt war der Luftballon-Weitflug, bei dem die Kinder eine Karte mit ihrem Namen an einen mit Helium gefüllten Ballon binden konnten. Nun hoffen die Jungen und Mädchen natürlich, dass die Ballons so weit wie möglich fliegen und die Karte von einem Finder zurückgeschickt wird. Dann winkt nämlich ein attraktiver Preis.
Preise gab es auch bei der Tombola zu gewinnen. Nordenhamer Geschäftsleute hatten dafür unter anderem Kuscheltiere und Bücher, aber auch Gutscheine für die Spielscheune in Burhave und Jahreskarten für den Centerpark in Tossens zur Verfügung gestellt. Wer vom ganzen Erkunden hungrig wurde, konnte in der Caféteria Kuchen oder draußen Popcorn, Bratwurst und auch Döner kaufen.
Die Kindergartenleiterin Martina Geberzahn freute sich über die gute Resonanz. Die Feier war von Mitarbeitern, Eltern und Kindern gemeinsam geplant und vorbereitet worden. Besonders die Vorsitzenden des Elternbeirates, Melanie Möbus und Melanie Ulrich, seien dabei eine große Hilfe gewesen, sagte Martina Geberzahn.
Der Erlös soll für Projekte im Kindergarten verwendet werden. „Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist super. Der Stadtteil FAH ist von Multikulturalität geprägt, was auch unseren Kindergarten auszeichnet. Dadurch sind schon viele Freundschaften entstanden, bei denen Herkunft keine Rolle spielt. Keiner hier will das missen“, sagte Martina Geberzahn, die seit 1978 Leiterin ist.
Integration
Toleranz werde im Kindergarten groß geschrieben. Den Kindern werde von klein auf beigebracht, dass alle gleich und auch so zu behandeln sind. Ein Schritt in diese Richtung wurde 1993 gemacht, als die erste Integrationsgruppe geschaffen wurde, in der vier Kinder mit erhöhtem Förderbedarf eingegliedert wurden. Mittlerweile existieren zwei dieser Gruppen und eine altersübergreifende Gruppe, zu der Kinder bereits ab zwei Jahren gehören.
Ein weiterer Grund für das Fest war die Eröffnung der Krippe im vergangenen Dezember. Besucher konnten sich die Räume anschauen, in denen sich viele Spielmöglichkeiten und ein separater Schlafraum mit kleinen Bettchen befinden. Zwölf Kinder im Alter von bis zu drei Jahren werden zurzeit im Kindergarten betreut.
