TUNGELN - Der Kindergarten in Tungeln wird in diesem Jahr offiziell 25 Jahre alt. Aus diesem Anlass sind alle „Kinder der ersten Stunde“ aufgerufen, sich zu melden. Die kommunale Einrichtung plant eine Feierstunde auszurichten ( 04407/8059).

Niemand hat die Entwicklung der Einrichtung besser verfolgen können als ihre Leiterin. Beate von Lienen ist seit einem Vierteljahrhundert an führender Stelle in der Kindertagesstätte. Am 15. August 1985 wurde die bis dato stellvertretende Leiterin eines Westersteder Kindergartens von der Gemeinde angestellt. Bei dem Gebäude an der Oberlether Straße handelt es sich um eine ehemalige Schule. „Sogar die Tafeln hingen noch an den Wänden“, erinnert sich von Lienen. Mit Unterstützung zweiter Mitarbeiter des Bauhofs wurden die neuen kindgerechten Möbel im Haus verteilt. Mit 50 Kindern, die sich auf zwei Gruppen verteilten, war die neue Betreuungseinrichtung vom Start weg voll ausgelastet. Während heute eine Krippe als Außenstelle in der Straße An der Mühle angegliedert ist und zusätzlich 30 schulpflichtige Kinder den Kindergarten als Hort benutzen können, war damals nur Platz für Vier- bis Sechsjährige. „Die Zeiten waren völlig anders, viele Mütter waren noch nicht berufstätig. Die Kinder kamen eigentlich nur, um miteinander zu spielen“, erinnert sich von Lienen.

Inklusive Leitung kümmerten sich vier Mitarbeiterinnen von acht bis zwölf Uhr um die Mädchen und Jungen. Ein Meilenstein war der Januar 1991, als das pädagogische Konzept auf eine offene Arbeit umgestellt wurde und Kinder ihren eigenen Interessen nach die unterschiedlichen Angebote nutzen können. Heute bietet die Kindertagesstätte 185 Plätze inklusive der Krippe. 23 pädagogische Mitarbeiterinnen kümmern sich um die jungen Besucher.