Bad Zwischenahn - „Eineinhalb Jahre haben Sie üben können“, meinte Regierungsschuldirektor Manfred Janßen. So lange leitet Peter Röben bereits die Hauptschule Bad Zwischenahn, bisher als kommissarischer Schulleiter. Seit Dienstag ist es mit dem Üben vorbei: Janßen übergab dem 31-Jährigen die Ernennungsurkunde, die es erlaubt „das kommissarisch vor dem Schulleiter zu streichen“.
Röben hatte nach dem Wechsel von Reinhard Lobmeyer an die Paulusschule (Oldenburg) die Aufgabe übernommen. Und mit Janßen, seinerzeit ebenfalls einer der jüngsten Schulleiter im Ammerland, überreichte jetzt sein Vor-Vor-Vorgänger die Urkunde. Bis 1992 hatte der heutige Regierungsschuldirektor die Grund- und Hauptschule zehn Jahre lang geleitet, seinerzeit noch an der Schulstraße.
Laut Janßen ist mit Röben „der richtige Mann am richtigen Platz“. Die Leitung einer Schule sei keine Frage des Alters, sondern der Qualifikationen und Kompetenz. „Und da haben wir eine gute Wahl getroffen.“
Welche Entwicklung die Hauptschule in den kommenden Jahren nehmen werde, vermöge er nicht zu sagen, so Janßen angesichts von Diskussionen um eine Integrierte Gesamtschule. Er sei sich aber sicher, dass der „Manager, sehr gute Pädagoge und hervorragende Ideengeber“ der Richtige sei, um den guten Weg der Schule fortzuführen.
Röben zeigte sich offen, „Änderungen anzugehen, was auch kommen mag“. Bereits in den vergangenen Jahren habe dank der Unterstützung des Kollegiums einiges angestoßen werden können, betonte er mit Blick auf Sprachlernklasse und andere Dinge.
Bürgermeister Arno Schilling betonte die bisherige gute Zusammenarbeit, die sicher fortgesetzt werde. Nach dem Scheitern der Einführung einer Oberschule werde sich am Bestand der Hauptschule „so schnell nichts ändern“. Es werde augenscheinlich noch dauern, bis die rot-grüne Landesregierung die Grundlagen für die Gründung von Integrierten Gesamtschulen (IGS) gelegt habe. Aber auch jetzt schon seien die drei Schulen des Schulzentrums dabei, einen gemeinsamen Weg zu gehen. „Probieren Sie weiter aus, was möglich ist“, riet er den Schulleitern.
