• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Über kleine und große Lügen – und wie sie sich zeigen

08.10.2011

OLDENBURG Der jüngste Professor Bayerns, Prof. Dr. Lord Jack Nasher, verriet den Besuchern der NWZ -Vortragsreihe Impulse, wie sie Lügnern besser auf die Schliche kommen. „Wir lügen etwa 200 Mal am Tag – Frauen tun das öfter als Männer, weswegen sie die beliebteren Gesprächspartner sind“, sagte Nasher. Angefangen bei harmlosen Floskeln wie „Guten Tag“ über „Schatz, ich hab dich vermisst“ bis zu „Ich war das nicht“ – die Motivationen dafür, die Unwahrheit zu sagen, sind vielfältig.

Mit der richtigen Technik, kündigte Nasher an, könnten 90 Prozent der Lügen enttarnt werden. Dazu braucht es eine gute Beobachtungsgabe: Hat mein Gegenüber Angst? Hat er Schuldgefühle? Viele dieser Emotionen zeigen sich in der Mimik. „Schuld sieht im Gesicht aus wie Trauer“, erklärte Nasher, und machte mit den Gästen einen Crash-Kurs der menschlichen Gefühlsausdrücke.

Wer Angst zeigt beim Reden, könnte lügen, muss es aber natürlich nicht. Kommt dazu, dass er einsilbig und ohne Details erzählt, wird das schon wahrscheinlicher. „Eine Lügengeschichte kennt normalerweise keine Einzelheiten – weil sie gar nicht passiert ist“, sagte Nasher, der oft bei Gerichtsverfahren als „Lügendetektor“ eingesetzt wird. Auch erzählen Lügner oft entpersonalisiert, und sie vermeiden das „Ich“. „Das würde doch niemand machen“, ist laut Nasher ein gängiger Satz bei Straftätern, die sich rausreden wollen.

Wer Lügner entlarven will, sollte auch das eigene Auftreten im Blick behalten. „Wenn ich von mir selbst sage, dass ich Lügen schnell entdecken kann, klappt das eher“, sagte Nasher. Das liege daran, dass die Person dann unsicherer werde, und verräterische Signale, wie ängstliches Verhalten, verstärkt würden.

Neben der Mimik spricht auch eine hölzerne Körpersprache dafür, dass das Gegenüber nicht bei der Wahrheit bleibt. Wenig Bewegungen und eine vom Gesprächspartner abgewandte Haltung sind weitere Indikatoren. „Gut zu wissen ist auch, dass Lügner zehnmal so oft lachen wie Menschen, die die Wahrheit sagen“, erklärte Nasher. Besonders hilfreich sei es, den Stress auf den vermeintlichen Lügner zu erhöhen und auf das gute Verhältnis hinzuweisen, das möglicherweise auf dem Spiel steht.

 @ Ein Spezial unter http://www.NWZonline.de/nwz-impulse-vortragsreihe

Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Weitere Nachrichten:

NWZ

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.