Bösel - Bewegende Momente für Lehrerin Christa Brand-Hastedt: Alle 422 Schüler der Oberschule Bösel standen Spalier, als sie zu ihrem letzten Schultag in einer „Luxuslimousine“ vorfuhr. Mit einer großen „La-Ola-Welle“ wurde sie von den Schülern und Lehrern empfangen. Nach 40 Jahren Tätigkeit in Bösel trat sie nun in den wohlverdienten Ruhestand.
Im Forum hatten ihre Schüler einen bunt geschmückten Thron vorbereitet. Sichtlich gerührt zeigte sich Christa Brand-Hastedt, als ihr jeder Schüler eine Rose überreichte. Als Dankeschön gab es für jeden eine Umarmung. Die Schülermitverwaltung hatte ihr auch ein Abschlusszeugnis mit sehr guten Noten ausgestellt. „Das Sozialverhalten verdient besondere Anerkennung: Frau Brand-Hastedt setzte sich über vier Jahrzehnte besonders für die Belange aller Schüler ein. Ihre Herzlichkeit ist kaum zu übertreffen“.
Dem schloss sich auch Schulleiter Herbert Bley im Gespräch mit der NWZ an. „Sie ist eine Powerfrau, eine Lehrerin aus Leidenschaft.“ Man könne ein ganzes Buch über sie schreiben. Besonders ihre Herzlichkeit zeichne sie aus. „Sie ist in den 40 Jahren täglich von Vechta nach Bösel gependelt. Demnach ist sie rund 20 mal um den Globus gefahren“, so Bley.
Nach ihrem Studium in Vechta ist sie nach Bösel gekommen. Sie unterrichte in den Fächern Englisch, Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Textil und Werken. Sie richtete die Schulbücherei ein und betreute sie. Sie setzte sich nachhaltig für die rauchfreie Schule ein. Am Herzen lag ihr auch das Gesundheitsmanagement an der Schule. Sie hatte auch am Weltgesundheitskongress in Indien teilgenommen.
„Sie war nicht nur bei den Schülern beliebt, auch im Kollegium. Das beweist ihre Tätigkeit als Personalratsvorsitzende“, so Bley. Obwohl sie in Vechta lebt, kenne sie in Bösel fast jeden. „Sie hat keine Arbeit gescheut, sie war überall da, wo die Erde bebte“, schloss Bley.
