Cloppenburg/Jeverland - An der Tetta-von-Oldersum-Grundschule (Tettens), der Elisa-Kauffeld-Oberschule (Jever) und der IGS Friesland-Nord (Schortens), weht für die kommenden zwei Jahre die weiß-blaue Umweltflagge. Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ ist das Ergebnis vieler guter Ideen und einer Menge Elan im Engagement für Umwelt- und Klimaschutz, für den sich die Schulen in den vergangenen zwei Jahren anstrengten.

Urkunde und Flagge wurden allen drei Schulen am Mittwoch bei einem Festakt im Museumsdorf Cloppenburg von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt überreicht.

Für die Grundschule Tettens nahm Lehrerin Martina Schilling-Raatz in Vertretung von Schulleiterin Janna Reck mit den Schulsprechern Anna Manning und Max Janßen sowie Elternvertreterin Diana Janßen die Auszeichnung zum dritten Mal in Folge in Empfang.

Die Tetta von Oldersum-Schule hat den Umwelt- und Klimaschutz zu ihrem besonderen Anliegen gemacht: So bietet die Grundschule seit dem Start als Ganztagsschule im Sommer 2012 ein gemeinsames Mittagessen für Kinder und Erwachsene im „Hof von Wangerland“ an.

Als Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt legten Kinder und Lehrer mit Unterstützung von Eltern, Förderverein und Bürgerverein Pflanzbeete an, bauten ein Insektenhotel und stellten Nistkästen und Futterstationen für Vögel auf. Sogar Schleiereulen nisten auf dem Schulgelände – das Brutgeschäft können die Schüler per Webcam live beobachten.

Eine Premiere war die Auszeichnung als Umweltschule für die Elisa-Kauffeld-Oberschule Jever: Sie hat sich im Projektzeitraum 2013 bis 2015 den Themen Biodiversität – unter anderem durch den Bau einer Kräuterspirale – und dem Handlungsfeld „Mensch und Umwelt“ gewidmet. In Zusammenarbeit mit dem Regionalen Umweltzentrum Schortens wurden Umweltmanager ausgebildet. Im Fokus standen Regenerative Energien und die Beteiligung an dem vom Landkreis Friesland durchgeführten Umweltwettbewerb „Klima-Contest“. Die Auszeichnung nahmen Schulleiterin Berta Paasman und Projektkoordinator Dr. Werner Beckers entgegen.

Freuen kann sich auch die IGS Friesland-Nord in Schortens, die die beiden Handlungsfelder Ressourcen (Abfalltrennung) und Biodiversität (Schulgarten) vorstellte. Dazu wurde im 350 Quadratmeter großen Garten ein Hochbeet angelegt. Im Unterricht verglichen die Schüler Produkte aus intensiver Landwirtschaft sowie Öko-Anbau aus dem Supermarkt mit den eigenen Erzeugnissen. Die IGS erhielt die Anerkennung zum dritten Mal.