NWZ
berichtete).„Wir versuchen seit Jahren, die RUZ-Arbeit in ruhiges Fahrwasser zu bringen“, sagte Becker-Kückens am Dienstag bei der Vorlage der Jahresbilanz. „Im Moment habe ich das Gefühl, dass das gelungen ist.“ Zu dieser Zufriedenheit trägt neben der strukturellen Sicherheit auch der Blick auf die inhaltliche Arbeit der vergangenen zwölf Monate bei.
„Am absoluten Limit“
Mit 401 Besuchergruppen – größtenteils Schulklassen – hat das RUZ die Zahl des Vorjahres (423) zwar nicht ganz erreicht, aber bei 400 Terminen „sind wir am absoluten Limit“, betonte die Geschäftsführerin. Noch mehr Besucher ließen dauerhaft weder Personaldecke noch Räumlichkeiten zu.
Nicht ins Gewicht fällt dabei, dass die Zahl der Mitarbeiter mit derzeit 23 Personen gegenüber 2009 (30) gesunken ist. Becker-Kückens: „Das hängt einfach damit zusammen, dass gewisse Maßnahmen und Projekte ausgelaufen sind. Das kann im nächsten Jahr wieder ganz anders aussehen.“ Der Rückgang 2010 ist vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Langzeitarbeitslose von den Jobcentern des Landkreises und der ARGE in Delmenhorst nach Hollen beordert wurden.
Zusammenarbeit vorbildlich
Die Zusammenarbeit mit diesen Behörden sei ansonsten aber „vorbildlich“, betonten Becker-Kückens und der Energie-Experte des RUZ, Martin Brinkmann. Beide wünschen sich nur, dass die von der Arbeitsagentur geförderten Maßnahmen längerfristig angelegt wären. „Die Arbeitskräfte, die uns zugewiesen werden, sind eine große Hilfe“, lobte Brinkmann. Ansonsten hätten die festen und ehrenamtlichen Mitarbeiter des RUZ noch mehr (unbezahlte) Überstunden.
Schwerpunkt der Umweltbildung im RUZ ist immer noch der Bereich Landwirtschaft/Ernährung – besonders zur Erntezeit sind entsprechende Kurse ausgebucht. Aber der Themenkomplex Energie/Klimaschutz holt auf. „Hier gibt es Veränderungen, die jeden Einzelnen betreffen“, weiß Martin Brinkmann und verweist zum Beispiel auf die Energiesparlampen-Technik. „Hier weiter Wissen zu vermitteln, ist unser Anspruch.“
