Cloppenburg - Die jahrelange Hängepartie um den Umbau und die Sanierung der Grundschule (GS) St. Andreas Cloppenburg hat nun offenbar ein Ende gefunden. Einstimmig empfahl der Schulausschuss am Mittwochabend den Umzug der GS in den benachbarten Trakt der heutigen Marien-Hauptschule. Deren Sanierung sowie die Schaffung einer Mensa sollen rund 3,2 Millionen Euro kosten.
Nach Angaben des Bischöflich-Münsterschen Offizialats (BMO) ziehen die Hauptschulklassen zum 1. August 2015 von der Kirchhofstraße an den Standort Wallgärten, um mit dem dort ansässigen Realschulzweig der Marienschule zu einer neuen Oberschule zu verschmelzen. Ursprünglich wollte das BMO den Umzug bereits zum 1. August 2014 vollziehen.
Mit insgesamt 13 Klassen zieht die GS St. Andreas in die jetzige Hauptschule. Zuvor müssten dort noch teilweise die Fußböden erneuert werden, heißt es in einem Papier der Andreas-Schulleitung und des -Schulvorstandes. Außerdem bräuchten die Grundschulkinder neue Toiletten, Fenster, Anstriche und Mobiliare. Dazu kämen Smart-Boards und interaktive Lerninseln für alle Klassen.
Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung könnte die Förderschule Albert Schweitzer vom Galgenmoor in den jetzigen Grundschultrakt umziehen. Im Zuge der Inklusions-Umsetzung bestehe zurzeit die Überlegung, Förderklassen mit dem Schwerpunkt Sprache an eine geeignete Grundschule anzugliedern – ein Vorhaben, das auch GS-Leiter Ingo Götting unterstützt.
Darüber hinaus könnte auch der zweigruppige städtische Hort im Gebäude der heutigen St.-Andreas-Schule eine neue Heimat finden. Die jetzige Schulaula würde als Mensa und Küchenbereich hergerichtet werden. „Ähnlich wie bei der Wallschule könnte eine multifunktionale Nutzung der Räumlichkeiten vorgesehen werden“, heißt es seitens der Verwaltung.
Falls es im momentanen Grundschulgebäude dann noch ungenutzten Platz gibt, stehen weitere Optionen zur Verfügung: Die Akademie Klangkunst, die zwei Streicherklassen an der Schule betreut, möchte Räume anmieten. Zudem stehen eine Nutzung durch die Caritas und die Einrichtung weiterer Kita-Gruppen im Raum.
Der Schulvorstand hatte im Vorfeld den Abriss der Hauptschule favorisiert, um die verkehrliche und die Parkplatz-Situation rund um die Schule zu entspannen. Dagegen sprach sich die Verwaltung aus: Erst 1996/1997 sei dieser Gebäudebestand mit einem Kostenvolumen von seinerzeit 1,5 Millionen D-Mark hergestellt werden.
Und auch der zweite alternative Vorschlag von Schulleitung und Schulvorstand fiel durch: Ein Verbleib der GS in ihren jetzigen Räumen hätte eine Sanierung nur während des laufenden Schulbetriebs erlaubt oder eine provisorische Unterbringung in der Hauptschule bedeutet.
