Oldenburg - „Ich hoffe, Du warst in der Muckibude“, sagte die Integrationsbeauftragte Ayca Polat am Donnerstag zu Cyrille Lobe Ndoumbe.

Der Kameruner durfte nämlich bei einer Feierstunde im Rathaus den Integrationspreis der Stadt für seinen Verein Integration e.V. entgegennehmen. Und der erste Preis bestand neben einer Urkunde und einer finanziellen Zuwendung auch aus einer schweren Steinskulptur, die Jugendliche eigens für diesen Anlass geschaffen hatten.

Es sei sein unermüdlicher Wille zu kämpfen, der mit einer großen Bescheidenheit einher gehe, der die Zusammenarbeit mit Ndoumbe so angenehm mache, würdigte Polat sein Engagement. „Du bist ein Profi darin, aus wenig viel zu machen“, sagte sie. Der Verein organisiert u.a. den Africa Cup in Oldenburg, setzt sich für Bildung ein und hilft Migranten in jeder Lebenslage.

Insgesamt 13 Vereine hatten sich in diesem Jahr um den Integrationspreis beworben. „Eigentlich gibt es hier auch keine Verlierer“, sagte Oberbürgermeister Gerd Schwandner, der gemeinsam mit sechs weiteren Jurymitgliedern die Preisträger ausgewählt hatte. Jede ehrenamtliche Arbeit sei wertvoll.

Der zweite Preis ging an die Grundschule Nadorst, die für das Projekt „Zirkus verbindet“ ausgezeichnet wurde. Mit dem Projekt öffne sich die Schule für die Vielfalt der Kulturen im Stadtteil und biete Kindern die Möglichkeit, ihre künstlerischen und handwerklichen sowie ihre Sozialkompetenzen zu stärken. Mit dem dritten Preis wurde der Verein Mentor ausgezeichnet, der sich für die Leseförderung an Grundschulen und neuerdings auch an Berufsbildenden Schulen einsetzt.