Ahlhorn/Suprasl - Jahr für Jahr fahren Schüler und Schülerinnen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in die polnische Partnergemeinde Suprasl und können somit ein neues Land, eine neue Kultur und neue Leute kennenlernen. Sie bekommen die Chance viele Vorurteile gegen die „Fremden“ aus der Welt zu schaffen und aus Unbekannten Freunde zu machen.

Auch in diesem Jahr ist es wieder so weit. Am Sonnabend, 10. Oktober, sind um 17 Uhr 24 Schüler und Schülerinnen der Ahlhorner Schule nach Suprasl in Polen aufgebrochen. Gegen 10 Uhr am nächsten Morgen wurden sie am Ryszard-Kaczorowski-Gymnasium von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Der Sonntag stand so schon im Zeichen der Völkerverständigung, auch wenn die Verständigung zunächst die größte Schwierigkeit darstellte. Wie auch in der Vergangenheit erwies sich dies allerdings nicht als dauerhaftes Hindernis, so dass die deutschen Jugendlichen sich bereits am nächsten Morgen angeregt mit ihren neuen Mitschülern unterhalten konnten. Gemeinsam stellten sie sich an diesem Schultag dem Deutsch-, Sport- und Kunstunterricht, bevor es am Nachmittag Zeit für einen Besuch bei Bürgermeister Dr. Radoslaw Dobrowolski war.

Dieser bedankte sich beim Großenkneter Bürgermeister Thorsten Schmidtke und seinen Mitarbeitern sowie bei Heinz Heinsen, der als Bürgermeister, Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses und Ratsherr viel zum Aufbau und Erhalt der deutsch-polnischen Partnerschaft beigetragen hatte. Dobrowolski sehe in den Beziehungen, die durch einen solchen Schüleraustausch entstehen, eine Gelegenheit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Seiner Meinung nach sei der Austausch nicht nur für die Verständigung zwischen den beiden Gemeinden, sondern auch für die Verständigung zwischen Deutschland und Polen von Bedeutung.

Ekhard Feldhoff, der auf deutscher Seite Leiter der Fahrt ist und die Entwicklungen von Anfang an mitverfolgen konnte, freute sich vor allem über die ständige Verbesserung der Beziehungen, die die 15 Jahre Schüleraustausch gebracht haben. Es gäbe in jedem Land immer wieder Vorurteile gegen Fremde, die sich nicht durch reine Theorie aus der Welt schaffen ließen. Man müsse den Unbekannten persönlich begegnen, sie kennenlernen und Zeit mit ihnen verbringen, um zu verstehen, dass sie bloß „Menschen wie du und ich“ seien.

Am Sonntag kehren die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums nach Ahlhorn zurück – sicherlich mit vielen Eindrücken und neuen Freundschaften im Gepäck.