Von Klaus Fricke
Frage:
Herr Lisowski, wie fällt Ihr Fazit der ersten vier Monate der Stadt der Wissenschaft aus?Lisowski:Ich bin sehr zufrieden. Von Anfang an hat
es herausragende Veranstaltungen gegeben, die die Menschen auch angezogen haben. Ich denke zum Beispiel an die Eröffnung in der EWE Arena, die beiden Klangkonzerte oder den Auftritt Jesco von Puttkamers im Staatstheater. Das waren Hinweise darauf, dass unser Ansatz funktioniert: Wir wollen Wissenschaft erlebbar machen.Frage:
Trotz der vielen Höhepunkte – täuscht der Eindruck, dass in der Masse der kleineren Veranstaltungen bisweilen so etwas wie Beliebigkeit herrschte?Lisowski:
Das ist absolut falsch. Die Veranstaltungen zur Übermorgenstadt haben alle eine bestimmte Qualitätshöhe. Nicht jedes Angebot, das uns gemacht wurde, haben wir auch ins Programm aufgenommen. Die Stadt der Wissenschaft ist eine Marke, für Beliebigkeit ist da kein Platz.Frage:
Das Niveau, das Sie mit dem Programm der nächsten Monate erreichen, ist schwerlich zu steigern. Wie soll’s denn nun weitergehen?Lisowski:
Bis zum Jahresende habe ich überhaupt keine Befürchtung, dass die Qualität sinken könnte. Danach müssen wir uns aber überlegen, wie das Erreichte nachhaltig zu gestalten und zu steigern ist. In dem Tempo dieses Jahres wird es sicherlich nicht weitergehen.Frage:
Könnte die Eröffnung des Schlauen Hauses am Schlossplatz im Jahr 2010 helfen?Lisowski:
Wir werden dies der Politik auf jeden Fall vorschlagen. Im Schlauen Haus könnte man den begonnenen Weg sehr gut weitergehen.Rainer Lisowski, Projektleiter der Stadt der Wissenschaft, blickt zurück und schaut voraus. Er ist bislang sehr zufrieden.
