Wesermarsch - Der CDU-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Björn Thümler rechnet damit, dass das neue Schuljahr in Niedersachsen von Unruhe und Chaos geprägt sein wird. „Ministerin Heiligenstadt lobt sich für eine hohe Unterrichtsversorgung. Erkauft hat sie sich diese auf dem Rücken der Lehrkräfte. Sie müssen entgegen früherer rot-grüner Versprechungen nun Mehrarbeit leisten“, kritisiert Thümler. Im zweiten Jahr in Folge erlebe Niedersachsen eine „Eskalation im Umgang der Landesregierung mit den Lehrerinnen und Lehrern“. Die Verunsicherung und das Chaos habe die Ministerin persönlich zu verantworten, so Thümler weiter.

Die Unruhe werde mit der angekündigten Schulgesetzänderung noch zunehmen. „Niedersachsen braucht keine Reform der Schulstruktur“, sagt Thümler. „Die in unserer Regierungszeit eingeführte Oberschule ist ein Erfolgsmodell. Es wurden zum Schuljahresbeginn mehr neue Oberschulen genehmigt als neue Gesamtschulen.“ Die Ministerin dürfe die Oberschulen nicht vernachlässigen. „Wir werden genau hinschauen, auch bei der Unterrichtsversorgung. Denn wir haben Anzeichen dafür, dass es um die Unterrichtsversorgung der Oberschulen nicht überall zum Besten steht“, so der CDU-Fraktionschef weiter. Beispiele seien die Oberschulen in Rodenkirchen und Nordenham.

Die Kultusministerin müsse endlich Antworten und Zukunftskonzepte für die anstehenden Herausforderungen liefern. Thümler: „Es fehlen verlässliche, zukunftsweisende Konzepte für das G9 an Gymnasien, für die Weiterentwicklung der inklusiven Schule, für kleine Grundschulen und die Schulsozialarbeit.“ Die CDU habe in den vergangenen Monaten zahlreiche bildungspolitische Vorschläge erarbeitet – so zum Beispiel ein Modell, das an Gymnasien echte Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 ermöglicht. „Außerdem hat die CDU-Fraktion ganz konkrete Vorschläge vorgelegt, wie bei der Einführung der inklusiven Schule nachgesteuert werden sollte, ohne dass Förderschulen geschlossen werden“, betont Thümler.