Hude - Während an manchen Schulen Fächer weniger unterrichtet werden oder ganz ausfallen müssen, wird das Angebot an der Peter-Ustinov-Schule in Hude ausgebaut. „Wir sind so gut versorgt, dass wir Mathe und Englisch jeweils um eine Stunde aufstocken konnten“, freut sich Schulleiter Nico Rettcher. Im Regelunterricht sei der Unterricht bislang zu 100 Prozent abgedeckt. Natürlich könne es Krankheitsfälle geben, aber zumindest aus den Ferien seien alle Lehrkräfte gesund und munter zurück gekommen. Außerdem seien zwei neue Lehrer eingestellt worden, wobei einer als Ersatz einspringe. „Wir gehen von Normalität aus“, sagt Rettcher.
Außerdem seien zwei Sprachlernklassen gebildet worden, in denen je acht bis neun ausländische Schüler in kleinen Gruppen schnell die deutsche Sprache vermittelt bekommen sollen.
Der aktuellen Forderung des Kultusministeriums nach Gymnasiallehrern, die auch an Haupt- und Realschulen aushelfen sollen (NWZ berichtete), sieht Nico Rettcher entspannt entgegen. Die Peter-Ustinov-Schule sei ohnehin eine Oberschule mit gymnasialem Zweig – rund ein Viertel der Lehrer seien Gymnasiallehrer. „Wir sind eine Schule, wir mixen ganz bewusst alles durch.“ Das gelte nicht nur für die unterschiedlichen Klassen, die in den Trakten auch nebeneinander liegen und Klassenfahrten gemeinsam erleben würden. Auch die Gymnasiallehrer unterrichten in Hude in Klassen der Oberstufe. „Das machen wir seit Anfang so.“
Gymnasiallehrer würde es auch reizen, neben dem hohen fachlichen Anteil am Gymnasium auch die hohe pädagogische Komponente an der Hauptschule mit anderer Zielführung im Beruf zu erleben. Viele würden sagen, „mich reizt das gesamte Spektrum an Schülern.“
