Jever - Sollten im Laufe des Schuljahres im Mariengymnasium weitere Anfragen nach Spenden kommen, können diese künftig spontan beantragt werden. Das entschied der Verein der Ehemaligen des Mariengymnasiums in seiner Jahreshauptversammlung. Dieser Beschluss ermöglicht, dass nun auch kurzfristig Projekte unterstützt werden können.

Bisher mussten Anträge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eingereicht werden, was danach kam, wurde geschoben. „Ich würde sehr begrüßen, wenn wir uns auch kurzfristig noch Gedanken darüber machen könnten“, so Schulleiter Frank Timmermann. Rund 3000 Euro stehen nun für kurzfristige Projekte zur Verfügung.

Kommunikationsbeauftragter Philipp Rocker warf jedoch ein, dass mindestens zwei Projekte unterstützt werden sollten. „Die Verteilung muss ein gesundes Verhältnis sein“, so Rocker.

In der Versammlung blickte Vorsitzende Renate Janßen-Niemann auf das vergangene Jahr. Neben den Spenden, die der Verein übergeben konnte, freute sie sich besonders über die Vortragsreihe. Vor allem Antje Naujoks habe bei den Schülern einen bleibenden Eindruck hinterlassen, so Janßen-Niemann. Die Ehemalige hatte über ihr Leben und ihre Arbeit in Israel erzählt (die NWZ berichtete). „Ich hoffe, dass ich Schüler mit meinem Vortrag erreicht habe“, sagte Naujoks nach ihrem Besuch.

Zudem verwies Janßen-Niemann in der Versammlung auf einen kritischen Brief des Ehemaligen Luitjens Popken. Unter anderem bemängelte er die geringe Transparenz des Vereins. Der Vorstand einigte sich darauf, dass künftig Spenden noch besser dargestellt werden sollen.

Timmermann bedankte sich: „Da wir zurzeit kein Jahrbuch haben, ist die Vereinszeitung ,Die alte Schulglocke‘ das einzige, was dokumentiert, was hier so passiert.“ Die Schule sei nicht nur für die Spenden, sondern auch für die Vorträge dankbar.

Eine Verbesserung aber gleichzeitig auch Schwierigkeit sieht Timmermann darin, mehr junge Leute für den Verein zu gewinnen. „Die Jüngeren sehen aber die Relevanz nicht so“, sagte Rocker: „Sie können sich über Facebook vernetzen – und dagegen haben wir verloren.“ Dennoch will Rocker sich mit der Verbesserung der Internetseite beschäftigen, damit sie beispielsweise auch handy- und tabletfähig ist.

Der Vorstand freut sich schon jetzt auf die kommende Zeit: „Mit viel Schwung und Energie starten wir nun ins neue Jahr“, so Janßen-Niemann.