Können die Eltern der Schüler des Standortes Hohelucht der Peter-Ustinov-Schule (PUS) ihre Kinder noch mit ruhigem Gewissen den Schulweg bestreiten lassen?
Laut Bürgermeister Lebedinzew nicht, er attestiert dem Standort, der nunmehr über 50 Jahre betrieben wird und den zu Spitzenzeiten 150 Schüler mehr als heute besucht haben, eine „jetzt schon extreme Verkehrssituation“. Auf welcher Grundlage tut er dies? Gibt es ein Gutachten, welches weder die Schulleitung, der Schulvorstand noch die Elternvertretungen kennen? – Wenn die Verkehrssituation extrem ist, wann gedenkt die Gemeinde als Schulträger aktiv zu werden, wenn hier offensichtlich Gefahrenpotenzial gesehen wird? Weiterhin bezeichnet der Bürgermeister es als nicht „unriskant“ GS-Schüler mit Fünft- und Sechstklässlern zusammenzubringen. Welchem Risiko müssen die Verantwortlichen in Berlin und Stadtteilen Bremens ihre Grundschüler aussetzen, dort dauert die Grundschulzeit sechs Jahre. Wo genau sieht unser Bürgermeister Risiken, wenn sechs- bis zehnjährige Kinder mit zehn- bis zwölfjährigen Kindern in einem Umfeld in Kontakt treten, welches seit Jahrzehnten für einen sicheren, geborgenen und vertrauenswürdigen Schulstandort steht? Sind unsere Fünft- und Sechstklässler das Risiko, oder ist es das Schulzentrum, Außenstelle Hohelucht, was Risiken birgt? Absolut verständlich ist, dass die Eltern der kath. Grundschule bisher sehr sachlich ihre Interessen vertreten. Für mich als Vertreter von 1300 Eltern der PUS ist das Kolportieren von Bedrohungsszenarien zum Durchsetzen von politischen Zielen unwürdig und nicht nur ein Affront gegen die Schüler-, Lehrer- und Elternschaft der PUS.
