VAREL - Gedacht ist der Infomarkt vor allem die Förder-, Haupt- und Realschulen der Klassen acht bis zehn. Erstmals waren Eltern eingeladen.
Von Christoph Koopmeiners
VAREL - Andreas Büthe, Philipp Metzner und Mathias Küpker haben sich entschieden. Andreas will Bäcker werden, Mathias Elektroniker und Philipp Fachinformatiker. Die 15 und 16 Jahre alten Jungs aus dem Jahrgang zehn der Realschule Varel sind daher gestern mit konkreten Vorstellungen zum 3. Aus- und Weiterbildungsmarkt im „Tivoli“ und in der „Weberei“ gegangen und haben sich informiert. „Ich war bei der Firma Langer und habe mich nach den Voraussetzungen erkundigt“, erzählt Mathias. „Ein guter Realschulabschluss ist dafür notwendig.“ Den braucht auch Philipp, wenn nicht sogar das Abitur, wie er am Infostand der Telekom erfuhr. Andreas ist über sein Schulpraktikum im vergangenen Jahr zu seinem Berufswunsch Bäcker gekommen. „Das hat mir gut gefallen.“Im Gegensatz zum 2. Aus- und Weiterbildungsmarkt hatten die Jugendlichen gestern keine Probleme, an die Stände der Firmen vorzudringen, da nicht alle Schulklassen auf einmal anrückten, sondern gestaffelt und nur für zwei oder drei Stunden. Mit diesem neuen Modus waren auch Sascha Biebricher und Frido Nacke, zwei der Organisatoren, zufrieden. Außerdem war das Platzangebot diesmal etwas üppiger.
Geradezu ins Schwärmen kam Nacke bei der Frage nach dem Donnerstagabend, als erstmals Eltern zum Aus- und Weiterbildungsmarkt eingeladen waren. „Das war echt spitze.“ Auch Firmenmitarbeiter äußerten sich positiv: „Das war ganz toll“, meinte Anlagenmechaniker Wolfgang Klinschpahn von der Firma Boos. „Die Eltern haben interessiert und gezielt nachgefragt. Teilweise kamen heute ihre Kinder zu uns und informierten sich ebenfalls. Ich hab’ auch schon einige Bewerbungen bekommen.“ Elke Wiemer von der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham lobte ebenfalls die gute Resonanz am Donnerstagabend. „In den zwei Stunden hatte ich durchgehend Besucher.“
Es gab aber auch Kritik. „Vielen Schülern war anzumerken, dass es für sie eine Pflicht war, hier herzukommen“, meinte Christina Fleckenstein und äußerte Unverständnis darüber. „Die Jugendlichen sollten das Angebot als Chance betrachten.“ Christina lernt im zweiten Ausbildungsjahr den Beruf der Papiertechnologin in der Papier- und Kartonfabrik Varel. Den Weg zu ihrer Lehrstelle fand die junge Frau über ein Schulpraktikum.
