VAREL - Mit den Sommerferien beginnt eine aufregende Zeit für Vivien Knötzsch (16) und Anna-Lena Hasselder (15). Die beiden Neuntklässlerinnen werden an einem Schüleraustausch teilnehmen, der Vivien nach Brasilien und Anna-Lena in die USA führt. Englischlehrerin Annika Blanke hatte die beiden Schülerinnen der 9a motiviert, sich für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages um ein Auslandsjahr zu bewerben. „Beide Schülerinnen haben ein hartes Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen“, freuen sich Annika Blanke und auch Schulleiterin Irmgard Schläger. „Wir wollen Modellschule für Sprachen werden. Das ist ein erster Schritt und wir sind natürlich stolz auf die beiden“, sagte die Schulleiterin.
Deutsche Botschafterin
Während Vivien ihren Auslandsaufenthalt selbst tragen muss, kam Anna-Lena in das Patenschaftsprogramm des Bundestages. Dazu musste auch der Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer (CDU) ein Gutachten geben. Er sprach mit Anna-Lena. Sie bekommt den Aufenthalt als Vollstipendium und darf sich während ihres Aufenthalts in den USA als deutsche Botschafterin bezeichnen. Wo die beiden ihr Auslandsjahr verbringen werden, wissen beide noch nicht. Vorstellungen über das Jahr gibt es schon. Vivien, die zu Hause Portugiesisch übt, möchte sich gerne den Karneval in Rio anschauen „und in eines der Fußballstadien“, die Strände des Atlantiks und der Amazonas stehen des Weiteren auf ihrer Wunschliste.
Bei Anna-Lena steht die Freiheitsstatue auf Liberty Island im Hudson River obenan, wenn es klappt, würde sie auch gerne nach Phoenix/Arizona und an die Westküste – nicht so gerne in die Neuengland-Staaten: „Da ist es so kalt.“
Wenn ihr Jahr in Brasilien vorbei ist, will Vivien den Realschulabschluss machen, „aber nur, wenn Frau Blanke Lehrerin ist“. Sie möchte auch das Abitur machen – vielleicht am Wirtschaftsgymnasium. Ihr Berufswunsch. Polizistin. Anna-Lena denkt an einen Wechsel zum Gymnasium, wenn ihr Auslandsjahr vorbei ist.
Überwiegend Gymnasiasten
Englischlehrerin Annika Blanke gratulierte den beiden zu ihrem Entschluss. Sie würden durch das Auslandsjahr Kompetenzen erfahren, die ihnen in jedem Fall nützen würden. Übrigens waren Anna-Lena und Vivien die einzigen Realschülerinnen in der Region, die in der Endauswahl des Patenschaftsprogramms waren. Ansonsten haben sich nur Gymnasiasten für das Stipendium beworben.
