VAREL - Das nächste Konzert des Orgelsommers in der Vareler Schlosskirche findet am Sonntag, 3. August, statt (18 Uhr). Es spielt der renommierte schwedische Organist Prof. Dr. Hans Davidsson. Auf dem Programm stehen Orgelwerke von Dieterich Buxtehude.

Hans Davidsson erhielt 1985 sein Diplom in Orgelspiel an der Musikhochschule Göteborg, Schweden. Sein Lehrer war Hans Fagius. Ein besonderes Interesse an früher Musik führte ihn zu einem dreijährigen Studium bei Jacques van Oortmerssen an dem Sweelinck Konservatorium, Amsterdam, und zu Doktorstudien an der Göteborger Universität mit Forschung über norddeutsche Orgelmusik des Barock und besonders Matthias Weckmann. Im September 1991 verteidigte er seine Dissertation „Matthias Weckmann: the interpretation of his organ music“ (schriftliche Arbeit, kritische Ausgabe und CD-Aufnahme der Orgelwerke). Dadurch war er der erste Doktor in Musikinterpretation in Schweden.

Seit 1974 gibt er regelmäßig Konzerte in den skandinavischen Ländern in Europa, in den USA und Asien.

Im Jahre 1986 bekam er eine Anstellung als Orgellehrer an der Musikhochschule der Göteborger Universität. 1988 wurde er dort Professor an Orgel und ist seit 1989 dafür verantwortlich, ein Orgelzentrum für Forschung über Aufführungspraxis aufzubauen, einschließlich eines Programms mit dem Zweck, Orgelinstrumente nach historischen Prinzipien zu bauen, z. B. eine vollständige norddeutsche Barockorgel, die im Jahre 2000 eingeweiht wurde.

Von 1995 bis 2000 war er Direktor des „Göteborg Organ Art Center“, und ist immer noch künstlerischer Direktor dieses Instituts wie auch künstlerischer Direktor der „Göteborg International Organ Academy“. Im Jahre 2001 wurde er zu Professor an Orgel an der „Eastman School of Music“¸ Rochester, New York, USA, berufen und wurde gleichzeitig Direktor des Orgelprojekts „Eastman Rochester Organ Initiative“. Im Jahre 2006 wurde er zum Professor an Orgel an der Hochschule für Künste in Bremen berufen.

Davidsson erhielt 2001 den Forschungspreis der Forschungsstiftung der ÅF-Gruppe, einen schwedischen Forschungspreis vom höchsten Ansehen, und im Januar 2004 wurde ihm die Verdienstmedaille des schwedischen Königs verliehen, die höchste Verleihung in Schweden: Für „ausgezeichnete Leistungen in Musik und Musikwissenschaft, besonders innerhalb Orgelforschung und Orgelausbildung“.