VAREL - Ein gutes Dutzend Interessenten war ins „Tivoli“ Varel gekommen, um sich von der Landtagsabgeordneten Christa Reichwaldt (Die Linke) über Vorteile der Integrierten Gesamtschule (IGS) und die Möglichkeiten zur Gründung einer zweiten derartigen Bildungseinrichtung im Landkreis Friesland zu informieren.
Die im vergangenen Jahr in Schortens eröffnete IGS Friesland verzeichnet zum zweiten Mal mehr Anmeldungen, als sie Plätze für Schüler zu vergeben hat. Aus diesem Grund setzen sich vor allem Mitglieder der Linkspartei dafür ein, im südlichen Friesland eine weitere IGS ins Leben zu rufen. „Unser Bildungssystem ist insgesamt schlecht“, urteilte Christa Reichwaldt und mahnte ein System an, das in Zukunft nur noch aus Integrierten Gesamtschulen bestehen soll.
Eltern müssen abstimmen
Abgesehen von der Beantragung einer derartigen schulischen Einrichtung und der Auseinandersetzung der betroffenen Behörden, sei eine Elternbefragung notwendig, erklärte die aus Hannover angereiste Landtagsabgeordnete. Für jeden Jahrgang müssen die Eltern von mindestens 130 Kindern für die Gründung einer IGS votieren.
Während Andrea Wilbers, Pressesprecherin des ehemaligen Aktionsbündnisses für eine IGS in Friesland, über die Vorteile der neuen Schule in Schortens berichtete, warf eine weitere Teilnehmerin der Veranstaltung ein, dass sich bereits etliche ortsansässige Eltern gezwungen sähen, ihre Kinder nach Sande zu schicken, sofern diese keine Gesamtschule besuchen sollten.
Mit allen Parteien reden
Nach einer von Dieter Klusmann geleiteten kontroversen Diskussion erfolgte die Gründung einer Initiative für eine zweite IGS in Friesland, die zu ihren zukünftigen Sitzungen nacheinander Vertreter aller Parteien zum Gespräch einladen möchte. Am Montag, 19. April, um 19 Uhr wird die neue Initiative an einem noch nicht bestimmten Ort zu weiteren Beratungen zusammenkommen.
