Varrelbusch - Wenn die Bären durch ihr Revier streifen und dabei Dinos begegnen, dann ist für ausreichend Platz gesorgt: Die Kindertagesstätte St. Marien Varrelbusch, die auch von Kindern aus Falkenberg besucht wird, wurde komplett neu gebaut und gibt den Kindern der Gruppen „Bärenbande“ und „Dinos“ viel Platz zum Spielen, Basteln und für Ruhezeiten. Am Sonntag wurde der Neubau feierlich eingeweiht. Der Neubau bietet Platz für zwei Gruppenräume und für eine Krippe. Es gibt einen Multifunktionsraum, eine Küche, den Personalraum und ein Büro für die Leiterin Edeltraud Bünger.

Damit sich das neue Gebäude besser in das Dorfbild einfügt, wurde statt des zunächst angedachten ebenerdigen Baus ein Neubau mit einem Obergeschoss realisiert. Dort gibt es auch einen Raum, der für eine dritte Gruppe ausgebaut werden kann. Der stellvertretende Bürgermeister Rainer Hilgefort sagte, dass der Kostenrahmen von 1,9 Millionen Euro eingehalten wurde. Seit 2010 habe die Gemeinde Garrel zwölf Millionen Euro in den Neu- oder Umbau der Kindergärten investiert. Daran könne man sehen, dass Bildung und Erziehung für Rat und Verwaltung einen hohen Stellenwert hätten. 18 Monate haben die Handwerker gebraucht, jetzt ist die „Containerzeit“ vorbei.

Hans-Jürgen Drees, dessen Architekturbüro den Neubau geplant hat, sagte, beim Bau eines Kindergartens dürfe es keine seelenlose Architektur geben. Der Neubau müsse identitätsstiftend sein, in die Geschichte des Dorfes passen, sich den vorhandenen Strukturen anpassen und sich in das Dorfbild einfügen. Das sei bei dem Neubau gelungen.

Die Leiterin Edeltraud Bünger begrüßte die Gäste aus Rat und Verwaltung, der Elternschaft, der Nachbarschaft, den Vereinen und den benachbarten Kindergärten. Eine lange Wartezeit sei beendet, man habe in den vergangenen 18 Monaten eine aufregende Zeit erlebt. Der Umzug und das Beziehen des neuen Kindergartens sei dank der Hilfe der Eltern schnell und unproblematisch verlaufen.

Monsignore Dr. Dirk Költgen segnete die Einrichtung. Er erinnerte an ein afrikanisches Sprichwort: „Für die Kindererziehung wird ein ganzes Dorf gebraucht.“ Das könne man am Engagement vieler Bürger beim Neubau und bei der Unterstützung der Erzieherinnen sehen.

Während der Einweihung ließen Kinder die Bauzeit Revue passieren. Auf plattdeutsch beschrieben sie, welche Handwerker am Neubau beteiligt waren. Am Nachmittag nutzten viele Gäste die Möglichkeit, den Neubau zu besichtigen.