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stellte ihn bereits vor). Knapp ein Jahr lang unterstützte der 21-Jährige Oxford-Student seine deutschen Kollegen im Saterland und versuchte auch schon mal mit unorthodoxen Methoden die Schülerinnen und Schüler für die englische Sprache zu begeistern.Wie es scheint mit großem Erfolg: Adam, we love you (Adam, wir lieben dich) lautete der zusammengesetzte Schriftzug, den die Klasse 7a nach dem Vortragen des Gedichts If mit Hilfe von Einzelbuchstaben hochhielt. Mit dieser Liebeserklärung dürften sie dem Briten die Heimreise um einiges schwerer gemacht haben. Sichtlich gerührt suchte dieser nach den richtigen Worten: Ich nehme viele schöne Erinnerungen und Freundschaften mit.
Eingebettet war die Verabschiedungsfeier in einen Themenabend mit englischen Sketchen, Liedern und Gedichten, die von Mittelstufenschülern der Klassen sieben, acht und neun präsentiert wurden. Verabschiedung und Themenabend sind eigentlich zwei von einander unabhängige Sachen, klärte Lehrer und Fachobmann Wolfgang Marschall. Im vergangenen Jahr habe man bereits einen französischen Abend veranstaltet. Weil die Resonanz darauf sehr positiv ausgefallen sei, entstand die Idee, das Projekt in einer anderen Sprache zu wiederholen. Dass mit Mister Bridges ein Lehrer aus Groß-Britannien stamme, sei allerdings dem Zufall geschuldet.
Allerdings ist der 21-Jährige gar kein waschechter Engländer. Verabschiedet hat sich der Deutsch-Student in einem landestypischen Kilt. Gebürtige komme ich aus Newcastle, sagte Bridges. Schottisches Blut fließen ebenfalls in seinen Adern.
Was denn die Schottenrockträger darunter tragen würden, wurde er bei der Vorstellung des Kleidungsstücks auf der Bühne gefragt. Echte Schotten tragen gar nichts darunter, antworte er schlagfertig eine Antwort, die vor allem der weiblichen Zielgruppe sichtlich gefiel.
