Von Michael Loots
CLOPPENBURG - Mit einer Überraschung hat am Montag vor dem Cloppenburger Amtsgericht der Prozess gegen die Rektorin der Haupt- und Realschule Leharstraße in Cloppenburg, Angela Tameling, begonnen: Die Beschuldigte schwieg.
Dabei wiegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft schwer. Die 53-jährige Schulleiterin soll Anfang März vor drei Jahren im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung eine Schülerin gegen eine Wand gestoßen und verletzt haben. Die damals 14-Jährige hatte daraufhin Strafanzeige bei der Polizei erstattet.
Einen Tag später soll die Rektorin das Mädchen und zwei seiner Mitschülerinnen (als Zeuginnen) unter Androhung schlechter Noten und des Verweises von der Schule genötigt haben, die Strafanzeige zurückzuziehen. Das hatte die 14-Jährige wiederum einen Tag später getan.
Der Vorgang schlummerte daraufhin zwischen Aktendeckeln und wurde erst nach der Anzeige eines ehemaligen Lehrers wegen der Nötigung wieder belebt. Zweigleisige Ermittlungen mit unterschiedlicher Intensität und wechselnden Zuständigkeiten schleppten eine Aufklärung dann monatelang hin. Jugendrichter Wolfdieter Eilers sagte am Montag, es sei mühselig, stringent durch die Akte zu kommen.
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