Wildeshausen/Dötlingen/Harpstedt - Rund 40 Zuhörerinnen und Zuhörer sind am Dienstagabend zum ersten Informationsabend „Integrierte Gesamtschule“ (IGS) in das Hotel Gut Altona gekommen. Darunter waren rund 20 Eltern aus Wildeshausen und Dötlingen, wie Regina Huntemann von der IGS-Initiative Harpstedt schätzt. „Schade, dass nicht mehr da waren“, bedauerte sie. Dafür seien jene, die gekommen seien, sehr interessiert gewesen.
Als Referent stellte der Didaktische Leiter der IGS Flötenteich in Oldenburg, Dr. Gunther Wieking, die Schulform IGS vor. Außerdem waren von der Landesschulbehörde Karl-Heinz Book und Bert Märkl anwesend und beantworteten ebenso wie die Vertreter des Landkreises, Erster Kreisrat Carsten Harings und Schulamtsleiter Maik Ehlers, die vielen Fragen der Gäste.
Einen weiteren Infoabend zur möglichen IGS in Harpstedt gibt es am Donnerstag, 5. September, in der Pausenhalle der Haupt- und Realschule Harpstedt. Er beginnt um 20 Uhr; zuvor besteht bereits ab 19 Uhr die Gelegenheit, sich die Schule direkt vor Ort anzuschauen,
Vom 4. bis 13. September führt die Kreisverwaltung dann in der Gemeinde Dötlingen, in der Samtgemeinde Harpstedt und in der Stadt Wildeshausen eine Befragung aller Eltern durch, deren Kinder die erste bis vierte Klasse besuchen. „Es soll erneut festgestellt werden, ob Interesse an der Errichtung einer Integrierten Gesamtschule am Standort Harpstedt besteht oder ob Eltern ihr Kind nach dem Ende der Grundschule an einer Haupt-, Realschule oder am Gymnasium anmelden würden“, so die Kreisverwaltung.
Die Fragebögen werden durch die Verwaltung am 4. September an die Schulen ausgegeben, die dafür Sorge tragen sollen, dass sie über die Schülerinnen und Schüler vollständig an die Eltern gelangen. Die Teilnahme ist für die Eltern freiwillig und bindet sie in keiner Weise an eine der beiden zur Auswahl stehenden Möglichkeiten.
Nachdem ein Antrag des Landkreises auf Errichtung einer IGS in Harpstedt 2010 daran gescheitert ist, dass die dafür erforderlichen, mindestens 120 Schüler nicht über einen Prognosezeitraum von zehn Jahren aufgebracht werden konnten, sind inzwischen die Anforderungen zur Einrichtung einer IGS auf 96 Schüler pro Jahrgang über einen Zehnjahreshorizont gesenkt worden.
