von atto ide
Frage:
Wie steht es um die Sicherheit in Schulbussen ?Herrmann:
Die technische Verkehrssicherheit der Busse ist gut. Es ist aber nicht nachvollziehbar, dass Linienbusse inzwischen die einzigen Verkehrsmittel sind, in denen es Stehplätze und keine Anschnallpflicht gibt. Hier müsste der Gesetzgeber aktiv werden. Wenn es in den letzten Jahren hier nur wenige Unfälle gegeben hat, ist das meist der Umsicht der Busfahrer zu verdanken. Jedes durch einen Busunfall verletzte Kind ist eines zu viel.Frage:
Wie schätzen Sie aus Elternsicht allgemein die Schülerbeförderung im Einzugsgebiet Ihrer Schule ein?Herrmann:
Es gibt derzeit keine großen Probleme. Tauchen Schwierigkeiten auf, geht sofort ein von uns entwickelter Beschwerdebogen an die VEJ und an den Landkreis, um diese Missstände zu beheben. Der letzte Beschwerdebogen ist im Februar abgeschickt worden. Also funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut.Frage:
Entspricht die Abstimmung der Fahrpläne den Wünschen von Eltern und Schülern?Herrmann:
Grundsätzlich ja. Allerdings dauert es zu Beginn des Schuljahres immer sehr lange, bis sich alles eingespielt hat. Hier könnten bessere Absprachen schon in den Ferien für einen wesentlich reibungsloseren Ablauf sorgen. In dem Zusammenhang ist es sehr positiv, dass die Verkehrsbetriebe die Aktion „Einsteigerbus“ starten. Diese sollte aber nicht im September beginnen, sondern unmittelbar nach den Ferien, wenn die Kinder in den unteren Klassen zum ersten Mal mit dem Bus zur Schule fahren.Frage:
Gibt es Probleme mit Vandalismus oder Gewalt in den Bussen?Herrmann:
Größere Probleme sind uns nicht bekannt. Von den kleineren erfahren wir Eltern wahrscheinlich nichts. Abgesehen davon, dass größere Schüler oft für Freunde Plätze frei halten, passiert wenig. Ein Dauerproblem ist die Schülerbeförderung im Winter. Da dann mehr Kinder mit dem Bus fahren, sind diese oft überfüllt. Wir fordern, dass im Winter mehr Busse eingesetzt werden. Auch sollte es dann mehr Kontrollen geben.Auch in Schulbussen sollte es eine Anschnallpflicht geben. Das sagt die Schulelternratsvorsitzende des Mariengymnasiums in Schortens, Susanne Herrmann, im NWZ -Interview.
