Burhave - Eine große Ausbeute sieht anders aus: Auf die vakante Lehrerstelle an der Burhaver Grundschule hat sich lediglich eine einzige Pädagogin beworben – und die ist auf den letzten Drücker wieder abgesprungen. Die Stelle in Burhave bleibt dennoch nicht unbesetzt. Und es gibt noch eine gute Nachricht: Zwei Lehramtsanwärterinnen werden mit Beginn des neuen Schuljahres das Kollegium in Burhave unterstützen.

Die vakante Stelle an der Schule hat Hans-Gerd Gerdes hinterlassen, der sich mit Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet hatte. Die Landesschulbehörde hatte die Stelle ausgeschrieben. Aber die Resonanz war dürftig. Das flache Land steht bei Lehrerinnen und Lehrern offenbar nicht allzu hoch im Kurs.

Das bestätigt Stephan Hagemann, für Personalangelegenheiten zuständiger Dezernent bei der Landesschulbehörde in Oldenburg. Die Lehrerin, die sich auf die Stelle in Burhave beworben hatte, habe sich im letzten Moment für eine andere Schule entschieden – immerhin eine ebenfalls in der Wesermarsch gelegene Schule.

Laut Stephan Hagemann wird die Lücke in Burhave nun vorerst durch eine Vertretungskraft geschlossen, die von einer anderen Schule nach Butjadingen abgeordnet wird. Wie Bianca Schöneich, Pressesprecherin der Landesschulbehörde in Osnabrück, auf NWZ -Nachfrage sagt, handelt es sich dabei um eine Vertretungskraft von einer Oberschule in Nordenham. Neu ausgeschrieben werden kann die Stelle erst wieder zum nächsten Halbjahresbeginn.

Sehr erfreut ist die Landesschulbehörde darüber, dass sich zwei junge Referendarinnen dazu entschieden haben, ihren Vorbereitungsdienst auf das Lehramt an der Grundschule in Burhave zu absolvieren. Es sei das erste Mal, dass solche Lehramtsanwärterinnen an der Schule begrüßt werden können, sagt Stephan Hagemann.