Bürgerfelde - Für die Volkshochschule geht in diesem Sommer eine Ära zu Ende: Nach mehr als 20 Jahren in der Lindenstraße ziehen die VHS-Kunstwerkstätten nach Bürgerfelde um. Sie mussten ihr Domizil in der Lindenstraße 67 Ende Juni aufgegeben. Das neue Zuhause für Kunstinteressierte wird am Freitag, 19. September, im Brookweg 28 eröffnet.
„Bis dahin gibt’s noch Einiges zu tun, doch Ende dieses Monats wollen wir alle Räume eingerichtet haben – der Ofen für die Keramik-Arbeiten steht bereits“, sagte Melanie Wichering, die als Bildungsmanagerin das Fachgebiet Kunst und Kultur an der VHS verantwortet, am Dienstag. Ein Team junger Erwachsener der Oldenburger Jugendwerkstatt (OJW) der VHS richtet die Räume in dem Gebäude am Brookweg in verschiedene, großzügige und helle Werkstattbereiche her. „Die Räumlichkeiten hier standen lange leer – wir möchten nun mit den VHS-Kunstwerkstätten auch ein kreativer Gewinn für die Nachbarschaft werden. Die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Infrastruktur der nahe gelegenen Alexanderstraße sind ein großer Vorteil“, betont Jana Blaney, Interimsgeschäftsleitung der VHS.
Im Zentrum der neuen Kunstwerkstätten entsteht eine Galerie, in der Dozenten und Teilnehmer künftig ihre Bilder und Objekte präsentieren können. Stein- und Holzbildhauerei, Malerei, Zeichnung und Keramik – das umfangreiche Fachgebiet „Bildende Kunst“ wird bei der Eröffnung am 19. September, 16 bis 20 Uhr von Dozenten und Künstlern ausführlich vorgestellt – auch zum Mitmachen.
Der Grund für die Aufgabe des Standortes in der Lindenstraße: Nach knapp 30 Jahren stellte das Jobcenter die Förderung des Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes (BQP), das dort auch seine Werkstatt hatte, ein (NWZ berichtete). Während das Projekt für erwachsene Erwerbslose gestoppt wurde, sollten die Kunstkurse der VHS (mit jährlich rund 600 Teilnehmern) nicht aufgebeben werden. Man fand den neuen Standort in Bürgerfelde.
Wie berichtet, soll nach dem Abriss der Gebäude an der Lindenstraße an deren Stelle ein urbanes Wohnquartier entstehen. Das kündigte der Bauherr Klaus Oetken im April an.
