Dünsen - Endspurt in Dünsens ehemaliger Grundschule: Trockenbauer, Maler, Elektriker und auch Fliesenleger spucken dort in die Hände. Von Bodenbelägen oder gar Möbeln ist allerdings noch nichts zu sehen. Doch Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und Klaus Viehmeier von der Bauverwaltung sind optimistisch: Anfang August soll der Umbau der Ex-Schule abgeschlossen sein. Dann werde hier die „Krippe Dünsen“ ihre Türen öffnen.
Rückblick. Nach den Sommerferien 2016 war die Grundschule Dünsen unter das Dach der Grundschule in Harpstedt gekommen – seither ist das Gebäude an der Dorfstraße 13 verwaist. Im Herbst 2016 hatte die Samtgemeinde die ersten Arbeiten zum Umbau vergeben. Seit Anfang Dezember ist das Gebäude Baustelle.
Was bisher passiert ist: Die frühere Grundschule mit ihren vier Klassenräumen wurde so umgebaut, dass hier zwei Krippengruppen (reichlich) Platz finden. Für jede Gruppe wurden aus jeweils einem Klassenzimmer ein 55 Quadratmeter großer Gruppenraum, ein Windfang (7,5 qm) und eine Garderobe (11 qm) „geschneidert“. Hinzu kommt jeweils angrenzend ein Ruheraum (21 qm, in einem Teilbereich der früheren Pausenhalle).
Ein drittes Klassenzimmer wurde in einen 62 Quadratmeter großen Mehrzweckraum verwandelt. Das ehemals vierte Klassenzimmer im ältesten Trakt der Ex-Schule beherbergt künftig unter anderem das Büro von Leiterin Ulrike Schoppe (17 qm) sowie den Raum ihrer Mitarbeiterinnen (29 qm).
Theoretisch, so sagte der Samtgemeindebürgermeister, sei im Gebäude genügend Platz auch für eine dritte Gruppe. Nur: „Dann bräuchten wir auch einen Bewegungsraum“ – und das sei denn doch nicht machbar.
Schon vor Beginn der Bauarbeiten sei klar gewesen, dass die Außenwand des zuletzt angebauten Schultraktes (zur Sporthalle hin) sanierungsbedürftig war, sagte der Samtgemeindebürgermeister. Diese Wand sei erneuert worden. Auch die Sanitärtrakte wurden komplett erneuert, sie werden unter anderem mit zwei Wickeltischen ausgestattet. Und: Ergänzend zu den ursprünglichen Umbauplänen war von der Politik beschlossen worden, den Dachstuhl neu zu dämmen und das Dach neu zu decken.
Was das Kostenvolumen betrifft, geht die Samtgemeindeverwaltung aktuell von etwa 725 000 Euro aus (inclusive Außenbereich-Gestaltung und Einrichtung). Allerdings gibt es auch Zuschüsse: 93 000 Euro steuert der Landkreis Oldenburg bei, 360 000 das Land Niedersachsen.
Für die Krippe sind aktuell 21 Kinder angemeldet. Einzelne Plätze sind noch frei (Kontakt:
