Wenn der Leiter der IGS-Planungsgruppe in der heißen Phase der Vorbereitungen von seinem Posten zurücktritt, dann wirft das viele Fragen auf.

Der bisherige Chef der Planungsgruppe, Schortens’ Hauptschulrektor Hans-Joachim Vogt, ist ein unkonventioneller und engagierter Pädagoge, der seine Hauptschule in kürzester Zeit zur Vorzeigeschule gemacht hat. Obwohl er Mitglied der CDU ist, die als Partei der Gesamtschul-Idee eher skeptisch gegenübersteht, wurde er nicht nur vom Landkreis, sondern auch vom SPD-Landtagsabgeordneten und IGS-Initiator Olaf Lies als Favorit für den Leitungsposten gehandelt. Mit Blick auf die politischen Querelen zwischen CDU und SPD um die IGS spricht all das eigentlich dafür, dass Vogt eine Idealbesetzung ist.

Hat er sich nun zwischen ideologisch geprägten Positionen zerrieben? Hat er das ambitionierte IGS-Konzept, das langsam Kontur gewinnt, nicht mehr mittragen können? Hat er für sich nach dem absehbaren Ende der Hauptschule Schortens neue Perspektiven jenseits der IGS entdeckt? Oder stolperte er über die immer wieder kolportierte Ansicht, der Leiter der IGS müsse gymnasiale Erfahrungen mitbringen?

So lange sich die Beteiligten nicht direkt äußern, kann über die Gründe für den Bruch nur spekuliert werden. Und das ist das eigentliche Problem: Denn Spekulationen sind immer schlecht fürs Image.

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